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2013: Prof. Dr. Margrit Brückner

Sarah Sorge, Dezernentin für Bildung und Frauen und Vorsitzende der Jury, fasst die Entscheidung für die Preisträgerin folgendermaßen zusammen:
"Sie ist eine praxisnahe, hochqualifizierte und hochengagierte Wissenschaftlerin, die Frauen bestärkt, sich aus ihren Diskriminierungen und ökonomischen Abhängigkeiten zu befreien. Darüber hinaus prägte sie viele Generationen von Studierenden und jungen Frauen, sensibilisierte und politisierte diese für ihre Themenfelder. Solch engagierte Feministinnen, Vordenkerinnen und Visionärinnen brauchen wir in Frankfurt".

"Margrit Brückner ist weit über Frankfurt hinaus eine bekannte und geschätzte Professorin für Soziologie sowie Frauen- und Geschlechterforschung an der Fachhochschule Frankfurt am Main. Darüber hinaus setzt und setzte sie sich in herausragender Weise für eine geschlechtergerechte und gewaltfreie Gesellschaft ein", so die Begründung der vom Magistrat eingesetzten Jury.

Darüber hinaus befindet der Magistrat, dass Margrit Brückner für eine innovative und kontinuierliche Frauen- und Mädchenarbeit in Frankfurt steht: "Ihr besonderer Verdienst ist, Forschung und Praxis miteinander zu verbinden. Frauenbewegung heißt für sie, sich tatsächlich in Bewegung zu setzen, Praxis, Politik und Wissenschaft zu verbinden, zu bewegen. Dies dokumentiert beispielsweise ihre jahrzehntelange Arbeit für und mit dem Verein Frauen helfen Frauen e.V.".

Das Themenspektrum der bereits mehrfach ausgezeichneten Brückner reicht von Gewalt im Geschlechterverhältnis, Liebe und Sexualität, Wandel der Geschlechterverhältnisse, Care- und Fürsorgebeziehungen bis zu Gender als Fachkategorie in der Sozialen Arbeit.
Sie begleitet die Frankfurter Frauenhäuser seit über 30 Jahren sowohl persönlich als auch fachlich und leitet seit 12 Jahren den hessischen Arbeitskreis "Häusliche Gewalt".

2012 ging Brückner nach 40 Jahren Lehr- und Forschungstätigkeit an der FH Frankfurt offiziell in den Ruhestand, ihr Engagement endete damit aber noch lange nicht.