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Weibliche Genitalverstümmelung

Weibliche Genitalverstümmelung, international als "Female Genital Mutilation (FGM)" bezeichnet, ist ein Sammelbegriff für verschiedene Formen der Beschneidung der äußeren weiblichen Genitalien. Sie wird vorwiegend in vielen Ländern Afrikas, aber auch in wenigen arabischen und asiatischen Staaten sowie bei vereinzelten Kulturen in Südamerika praktiziert. Doch auch in Deutschland sind viele Frauen und Mädchen betroffen, nach Berechnungen der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes etwa 19.000.
Frauen, die das archaische Ritual am eigenen Körper erlebt haben, stoßen bei ärztlichen Untersuchungen und bei Geburten in Deutschland oft auf Unkenntnis über die Hintergründe ihrer körperlichen Versehrtheit. Ein Arztbesuch ist für viele daher kaum denkbar.

Auch bei uns lebende Mädchen sind betroffen

In Frankfurt am Main leben aktuell über 3500 Frauen in deren Herkunftsländern die weibliche Genitalverstümmelung traditionell durchgeführt wird. Davon sind fast 400 Mädchen unter 18 Jahren.
Mädchen, deren Familien aus Ländern stammen, in denen die weibliche Genitalverstümmelung Tradition ist, laufen Gefahr, bei einem Aufenthalt in diesem Land verletzt zu werden. Manche Mädchen kommen schwer traumatisiert aus dem Urlaub zurück. Terre des Femmes schätzt, dass bundesweit jährlich etwa 4000 Mädchen betroffen sind.
Der Notruf von Forward-Germany e.V. ist in Frankfurt unter (069) 138 260 78 zu erreichen.

Hilfestellen in Frankfurt finden Betroffene in der rechten Spalte.
Weitere Informationen unter den Links.

Null Toleranz gegenüber Genitalverstümmelung

2003 proklamierte die UNO den 6. Februar als internationalen Tag
"Null Toleranz gegenüber weiblicher Beschneidung oder Genitalverstümmelung".
FGM ist an keine Religion gebunden. Einzig aus alter Tradition wird diese schwere Körperverletzung an Mädchen noch immer durchgeführt.