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Frauenpolitische Postkarten

Frankfurt am Main steht frauenpolitisch im bundesweiten Vergleich recht gut da:
40 Prozent Frauen in der Stadtverordneten-Versammlung, 36 Prozent Frauen im Magistrat und über 36 Prozent weibliche Amtsleitungen.

Doch auch in Frankfurt gibt es noch einiges zu tun:
in Bezug auf das Armutsrisiko von Frauen, Frauen in Führungspositionen, Gleiche Bezahlung (Equal Pay), Gewalt gegen Frauen, Sexismus, Mädchenpolitik oder gleichberechtigte Vielfalt.

Um diese Themen anschaulich zu illustrieren und gleichzeitig die eigenen Arbeitsschwerpunkte darzustellen, hat das Frauenreferat zum Internationalen Frauentag am 8.3.2013 eine Postkartenserie herausgegeben.

Soweit vorhanden, wurde dafür auf Frankfurter Zahlen zugegriffen, so zum Beispiel der Anteil von Frauen an den Absolventen der Goethe-Universität (58 %) im Vergleich zu dem der Professorinnen (18 %).
Oder die Tatsache, dass ungleiche Bezahlung schon beim Taschengeld anfängt (Mädchen bekommen durchschnittlich 35,35 Euro monatlich und damit 13,45 Euro weniger als Jungen).

Unten stellen wir Ihnen die einzelnen Postkarten mit Vorder- und Rückseitentext sowie Quellenangaben vor. Sie können die Karten im Frauenreferat bestellen.

Altersrente

Die durchschnittliche Altersrente einer Frau beträgt in Frankfurt 661 Euro. Männer bekommen 1.034 Euro.

Wir arbeiten daran, dass sich das Armutsrisiko von Frauen verringert.

Quelle: Hessische Rentenversicherung

Häusliche Gewalt

Eine von vier Frauen wird Opfer häuslicher Gewalt durch ihren Partner.

Wir arbeiten daran, dass Frauen und Mädchen nicht seelischer, körperlicher oder sexualisierter Gewalt ausgesetzt sind.

Quelle:
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Aufsichtsräte

4,2 Prozent der Vorstände und 15,6 Prozent der Aufsichtsräte in den börsennotierten Unternehmen Deutschlands sind Frauen.

Wir arbeiten daran, dass Ressourcen, Chancen und Macht gerechter zwischen Frauen und Männern geteilt werden.

Quelle: EU-Kommission, Januar 2012

Körperliche Gewalt

Zwei von fünf Frauen haben in ihrem Leben körperliche Gewalt erfahren.

Wir arbeiten daran, dass Frauen und Mädchen sich überall angstfrei bewegen können.

Quelle: BMFSFJ

Unbezahlte Arbeit

Frauen leisten zwei Drittel unbezahlte und ein Drittel bezahlte Arbeit. Bei Männern ist es genau umgekehrt.

Wir arbeiten daran, dass bezahlte und unbezahlte Arbeit gerecht verteilt wird.

Quelle: Zeitbudgeterhebung 2001, Friedrich-Ebert-Stiftung, Barbara Stiegler

Sexuelle Belästigung

Mädchen sind sechs Mal häufiger von sexueller Belästigung betroffen als Jungen.

Wir arbeiten daran, dass Mädchen gewaltfrei, ohne sexistische und sexualisierte Übergriffe leben und aufwachsen können.

Quelle: Erster Forschungsbericht zum gemeinsamen Forschungsprojekt des Bundesministeriums des Innern und des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen e.V. (2009).

Professorinnen

An der Johann-Wolfgang-Goethe-Uni gibt es 58 Prozent Studienabsolventinnen, aber nur 18 Prozent Professorinnen.

Wir arbeiten daran, dass mehr Frauen in Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik mitentscheiden.

Quelle: Gleichstellungsbüro Goethe Universität Frankfurt

Gewalt an Behinderten

58 Prozent der Frauen mit Behinderung, die in Privathaushalten leben, erfahren mindestens einmal körperliche Gewalt, in sozialen Einrichtungen sind es 73 Prozent.

Wir arbeiten daran, dass Frauen mit Behinderungen gewaltfrei und selbstbestimmt leben können.

Quelle: BMFSFJ

Verdienst

In Deutschland verdienen Frauen durchschnittlich 22 Prozent weniger als Männer. In der Stunde macht das mehr als 4 Euro aus.

Wir arbeiten daran, dass Frauen für gleiche und gleichwertige Arbeit auch gleichen Lohn erhalten.

Quelle: Statistisches Bundesamt,
Verdienststrukturerhebung 2010, Schätzung für 2011

Taschengeld

Mädchen in Frankfurt bekommen im Durchschnitt monatlich 35,35 Euro Taschengeld und haben damit 13,45 Euro weniger "eigenes Geld" als Jungen.

Wir arbeiten daran, dass Mädchen und junge Frauen ein Recht auf faire Behandlung, Bezahlung, Taschengeld und ein eigenständiges Leben haben.

Quelle: Studie Freizeitwelten von Mädchen und Jungen in Frankfurt, 2007

Hartz IV

In Frankfurt sind rund 6.500 alleinerziehende Eltern auf Arbeitslosengeld II (Hartz IV) angewiesen:
95 Prozent Mütter, 5 Prozent Väter.

Wir arbeiten daran, dass Beruf und Kinder für alle Eltern gut zu vereinbaren und Kinder kein Armutsrisiko sind.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit,
Kreisreport Frankfurt am Main, November 2012

Alleinerziehende

In Frankfurt leben rund 15.500 alleinerziehende Eltern mit Kindern unter 18. Auf neun alleinerziehende Mütter kommt ein alleinerziehender Vater.

Wir arbeiten daran, dass alleinerziehende Mütter mehr Wertschätzung und Unterstützung erfahren.

Quelle: Bevölkerungsstatistik Stadt Frankfurt, Ende 2011

Homosexuelle

Im Rhein-Main-Gebiet leben 50.000 Lesben und Schwule.
60 Prozent haben Situationen erlebt, in denen sie große Angst hatten, als homosexuell erkannt zu werden.

Wir arbeiten daran, dass sexuelle und geschlechtliche Verschiedenheit akzeptiert wird und unterschiedliche Lebensformen gleichberechtigt behandelt werden.

Quelle:
Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen, München

Vielfalt

Auch wenn wir nicht jede Sprache sprechen: unser Angebot ist für alle Frankfurterinnen aus 170 Nationen da.

Wir arbeiten daran, dass kulturelle Vielfalt gleichberechtigt gelebt werden kann.

Ess-Störungen

Mädchen zwischen 11 und 17 Jahren sind doppelt so häufig von Essstörungen betroffen wie Jungen.

Wir arbeiten daran, Sexismus in Werbung und Medien zu unterbinden, um Mädchen und Frauen ein gesundes, selbstbestimmtes Körperbild zu vermitteln.

Quelle: Dr. Sommer-Studie 2009