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Zeichen für körperliche Selbstbestimmung

Preisträgerin, Frauendezernat und Gäste setzen ein Zeichen für körperliche Selbstbestimmung

Über 200 geladene Gäste setzten ein Zeichen für ein neues Abtreibungsrecht. Auf ihren Protestschildern stand geschrieben: Weg mit den Paragraphen 2018 und 219a! Sofort!

Nach der Verleihung des Tony-Sender-Preises an Prof. Dr. Sibylla Flügge im Frankfurter Kaisersaal rief die Frauendezernentin Rosemarie Heilig anschließend zu einem solidarischen Gruß nach Gießen auf. Dort wurde vormittags eine Gießener Ärztin wegen vermeintlicher Werbung für Abtreibung zu einer Geldstrafe verurteilt.

Der § 219a Strafgesetzbuch besagt, dass Werbung für Abtreibung verboten ist. Ärzt*innen, die darüber informieren, dass sie Schwangerschaftsabbrüche anbieten, machen sich laut dem Urteil strafbar. Beratungsstellen und Verbände fordern bundesweit eine Reformierung des Abtreibungsrechts. Sie setzen sich für eine Entkriminalisierung von Ärzt*innen und das Selbstbestimmungsrecht der Frau ein.