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15.09.2016

Mit Graffiti gegen Schmierereien

Das längste zusammenhängende Graffiti-Kunstwerk der Stadt entstand jetzt im Auftrag der Stabsstelle Sauberes Frankfurt an den Fassaden nördlich der Kleinmarkthalle. Die Wand begrenzt einen Parkplatz, der von den Standbetreibern in der Markthalle genutzt wird. Bisher boten sich dem arglosen Passanten hier ausschließlich zahllose Farbschmierereien, bröckelnder Putz und Urin-Seen. Nun sind außer Frankfurt-typischen Elementen wie Bembel, Eisernem Steg, Goethe oder Eintracht-Adler Attila insbesondere Dinge zu sehen, die in der Kleinmarkthalle nebenan erstanden werden können: Obst, Gemüse, Fisch oder Käse.

Die neu gestaltete Fassade an der Kleinmarkthalle
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Die Umsetzung des Projektes gestaltete sich recht schwierig, da nicht nur die Erlaubnisse der verschiedenen Hauseigentümer eingeholt werden mussten. Da immer nur ein Teil der Parkplätze gesperrt werden konnte, konnte die Wandgestaltung nur in enger Abstimmung mit den Marktbetrieben erfolgen. Wegen der unmittelbaren Nähe zur denkmalgeschützten Kleinmarkthalle musste zudem das Denkmalamt eine Genehmigung erteilen. Um hier unnötige Probleme zu vermeiden, wurde der Hintergrund des neuen Designs der Farbgebung der umliegenden Gebäude angepasst, so dass sich die Wand jetzt harmonisch in ihr Umfeld einfügt.

Damit das Kunstwerk möglichst lange erhalten bleibt, wurde ein Schutzanstrich aufgebracht. Die Marktaufsicht der Kleinmarkthalle sorgt dafür, dass etwaige neue Kritzeleien möglichst am selben Tag wieder verschwinden.

Ein schöner Nebeneffekt der Wandgestaltung ist, dass sich einzelne Bilder zu einem beliebten Fotomotiv entwickelt haben. Insbesondere der Ebbelwei-Express am Eingang vom Liebfrauenberg her wird von Touristen sehr gerne als Selfie-Hintergrund genutzt.