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25.07.2012

Aus Frankfurts Kulturszene nicht mehr wegzudenken

Jüdische Kulturwochen vom 26. August bis 9. September ermöglichen intensive Begegnungen

(pia) Die Jüdische Gemeinde Frankfurt und das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main präsentieren von Sonntag, 26. August, bis Sonntag, 9. September, die Jüdischen Kulturwochen 2012. Die seit 1981 stattfindende Veranstaltung erfreut sich einer wachsenden Besucherzahl.

„Hochkarätige Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Filme und Vorträge bieten zwei Wochen lang Einblicke ins jüdische Leben von heute und ermöglichen intensive Begegnungen mit der jüdischen Kultur, Religion und Geschichte“, kündigt Kulturdezernent Felix Semmelroth an.

Erwartet wird unter anderem einer der Superstars aus Israel, der in Spanien aufgewachsene Sänger, Gitarrist, Komponist und Songschreiber David Broza. Er spielt eine Mischung aus urbanem Folk und passionierter Gitarrenmusik und singt in Hebräisch, Spanisch und Englisch.

Die Veranstalter wollen während der zwei Wochen aber auch zeigen, wie sehr jüdische Künstler das Frankfurter Kulturleben heute wieder bereichern. So sagt der Kulturdezernent der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Dieter Graumann: „Es ist wichtig, den interessierten Gästen deutlich zu machen, dass mit dem Zuzug russischer Zuwanderer Musiker, Schriftsteller, Sänger und Maler auch nach Frankfurt gekommen sind, die das Kulturangebot bereichern und aus der Kulturszene nicht mehr wegzudenken sind.“

Es spielen etwa das Adorno Quartett und die Pianistin Monica Gutman. Die Frankfurt Classic Players und Sängerin Oxana Arkaeva unterhalten mit Lied- und Orchesterstücken von George Gershwin und Leonard Bernstein. Shmuel Barzilai und der Synagogenchor der Westend-Synagoge eröffnen die Jüdischen Kulturwochen mit kantoralen Gesängen, israelischen und populären Lieder in der Westend-Synagoge.

Es lesen die aus Aserbaidschan stammende junge Autorin Olga Grjasnowa und der in Leningrad geborene Autor Vladimir Vertlib. Zum Bereich Lyrik und Musik gehören die beiden Veranstaltungen „Heinrich Heine – Lyrik und Jazz“ sowie die Lesung mit Gedichten der beiden Lyrikerinnen Nelly Sachs und Selma Meerbaum-Eisinger. Außerdem werden zwei Filme gezeigt, nämlich „David“, die berührende und spannende Geschichte des elfjährigen Daud, der Sohn eines Imams ist und für jüdisch gehalten wird, und „Amos Oz: The Nature of Dreams“, ein einfühlsames, leises und sehr persönliches Portrait des israelischen Schriftstellers.

Gezeigt werden auch die Fotoausstellung des Fotografen Rafael Herlich und die Ausstellung „Ein Wunder im Wunder“ im Museum Judengasse über den Humanisten Johannes Reuchlin (1455-1522) und den Streit um die jüdischen Bücher. Dazu gibt es auch einen einführenden Vortrag in deutscher Sprache von Professor David Price von der University of Illinois.

Karten für die Veranstaltungen gibt es bei Doris Adler, Jüdische Gemeinde Frankfurt, Telefon 069/768036122, E-Mail an d.adler@jg-ffm.de. Ausnahme sind die Filmvorführungen, bei denen der Kartenverkauf über das Filmmuseum abgewickelt wird.

Weitere Einzelheiten zum Programm können dem beiliegenden PDF-Dokument entnommen werden.