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02.07.2012

Oberbürgermeister fordert fairen Interessenausgleich bei Neckermann

Peter Feldmann trifft sich am ersten Arbeitstag mit dem Betriebsrat von Neckermann, Ver.di und dem DGB

(pia) Die Beschäftigten von Neckermann haben das Recht auf einen fairen Interessenausgleich und einen Sozialplan“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann anlässlich eines Treffens mit den Betriebsräten von Neckermann an seinem ersten Tag im Amt.

Der Oberbürgermeister schließt sich im Rahmen dieses Treffens dem von Gewerkschaftschef Harald Fiedler initierten Appell von DGB und Ver.di an den Eigentümer Sun Capital Partners an: „Ich unterstütze die Forderungen von Betriebsrat und Gewerkschaft an die Eigentümer, die Regeln der Sozialen Marktwirtschaft zu achten und die notwendigen Mittel für Abfindungen und eine Transfergesellschaft zur Verfügung zu stellen. Man kann Menschen nicht wie Förderbänder stilllegen. Wenn Sun Capital einen großen Teil des Unternehmens schließt, kann das nicht ohne Folgekosten bleiben“, so der Oberbürgermeister. Man müsse sowohl den Beschäftigten gerecht werden, die ihren Arbeitsplatz verlieren als auch dem Unternehmen, wenn es versucht die verbliebenen Arbeitsplätze mit einem neuen Konzept zu erhalten.

„Dass der Oberbürgermeister an seinem ersten Arbeitstag zu einem Gespräch mit dem Betriebsrat, Ver.di und dem DGB bereit ist, zeigt wie wichtig ihm Neckermann und das Schicksal der Beschäftigten sind“, so der hessische Ver.di-Landesleiter Jürgen Bothner. Und der Betriebsratsvorsitzende von Neckermann Logistik, Thomas Schmidt, sagte: „Wer in Deutschland ein Unternehmen kauft, übernimmt auch soziale Verantwortung für die Beschäftigten. Dies wollen wir mit unseren Forderungen dem US-Investor deutlich machen und sind froh, unseren Oberbürgermeister an unserer Seite zu wissen.“