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29.06.2012

Container und Ausbildung für Granadas Feuerwehr

(pia) Gleich zwei Spendenaktionen laufen gerade für Frankfurts Partnerstadt Grenada in Nicaragua an: Diesen Samstag, 30. Juni, ab 8 Uhr beladen Mitglieder und Freunde des Vereins Städtefreundschaft Frankfurt-Granada mit Hilfe der Frankfurter Berufsfeuerwehr einen Container mit Hilfsgütern. Außerdem finanziert der Verein „Leben und Arbeiten in Gallus und Griesheim“ (LAGG) die Ausbildung mehrere Feuerwehrleute in Granada.

Die Ladeaktion vom Samstag findet auf dem Gelände der neuen Feuerwache Sossenheim der Berufsfeuerwehr in der Westerbachstraße 175 statt. Der Großteil der Spendengüter ist für die Feuerwehr der Partnerstadt bestimmt. Diese erhält ein von der Audi AG in Abstimmung mit dem Betriebsrat zur Verfügung gestellten Audi A4 Allroad, der in der Entwicklungsabteilung speziell auf die dortigen Bedürfnisse ausgestattet wurde. So ist das Fahrzeug mit einer Sondersignalanlage, Funk und feuerwehrtechnischer Beladung ausgerüstet worden. Es soll in der Partnerstadt als Vorausfahrzeug dienen.

Die Feuerwehr Frankfurt steuert noch einen VW-Bus als Transportfahrzeug sowie zahlreiche Schläuche, feuerwehrtechnisches Gerät und 14 Ferno-Tragen für Krankentransporte bei. Hinzu kommen Ersatzteile für den Fuhrpark der Feuerwehr Granadas.

28 Rollstühle, die für die integrierte Vorschule „Coro de Angeles“, die auch Kinder mit Behinderungen betreut, werden ebenso verladen wie therapeutisches Gerät für diese Einrichtung im Wert von 3000 Euro, die von der GEW Hessen gespendet wurden.

Die Frankfurter Feuerwehr unterstützt die Beladung, indem sie mit ihrem Kranfahrzeug den leeren Container von Chassis absattelt und nach der Beladung wieder aufsetzt. Der Container wird dann nach Antwerpen gebracht, wo er am 9. Juli auf dem Containerschiff CMA Esperanza seine Reise zum Hafen von Puerto Limón in Costa Rica antritt, von wo er auf dem Landweg nach Nicaragua bis nach Granada gebracht wird. Dort soll er am 4. August eintreffen.

LAGG finanziert Ausbildung von Feuerwehrleuten

Der Verein „Leben und Arbeiten in Gallus und Griesheim“ hat beschlossen, für mehrere Feuerwehrleute in Granada eine dreijährige Ausbildung als KFZ-Mechaniker zu finanzieren. Fahrzeuge und Gerät, zum Teil aus Frankfurt übersandt, können nicht ausreichend gewartet werden.

Hintergrund ist die angespannte personelle Lage der dortigen Feuerwehr. Die meisten Feuerwehrleute haben auch nur eine minimale Schul- und meist gar keine Berufsausbildung. In Nicaragua gibt es fast keinen staatlichen oder kommunalen Etat für die Feuerwehr. Außer vier ausgebildeten Berufsfeuerwehrleuten besteht die Wehr in Granada nur aus Freiwilligen, die keinen Lohn, sondern nur eine geringe Aufwandsentschädigung (monatlich 400 Córdoba, das sind 13,30 Euro) erhalten. Trotzdem sind sie mit einer ständigen Wache von 13 Personen besetzt und übernehmen neben den klassischen Feuerwehreinsätzen auch den Transport von Kranken und die Bergung von Verletzten bei Unfällen.

Nähere Informationen unter http://www.ffm-granada.org