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26.08.2011

Stadtteilzentrum für den Frankfurter Bogen rückt näher

Gutachterverfahren zum Gravensteiner Platz entschieden

(pia) Die Realisierung des geplanten Stadtteilzentrums am Gravensteiner Platz kommt ein deutliches Stück näher: Eine Jury aus Vertretern des Liegenschaftsamtes, der Bauaufsicht, des Ortsbeirats 10, der Stadtverordnetenfraktionen im Römer und der TU Darmstadt hat am heutigen Freitag ein sogenanntes Gutachterverfahren zur vorgesehenen Bebauung im Neubaugebiet Frankfurter Bogen zum Abschluss gebracht. Die Jury sprach sich dabei einstimmig für einen Entwurf des Architekturbüros Landes und Partner aus.

„Das Grundstück hat besondere Bedeutung für das Neubaugebiet in Preungesheim und ist als Stadtteilzentrum an zentraler Stelle vorgesehen. Als Eigentümer wollten wir nun Nutzung und Bebauung dieses städtebaulich wichtigen Grundstücks klären und das Areal nicht unabhängig von der Architektur veräußern“, erläutert Planungsdezernent Edwin Schwarz. „Daher haben wir in einem Gutachterverfahren sechs Architektenbüros mit der Ausarbeitung der Entwurfsaufgabe beauftragt.“

Der Entwurf von Landes und Partner sieht eine Blockrandbebauung aus insgesamt elf Einzelhäusern vor. In den beiden Untergeschossen und im Erdgeschoss füllt die Bebauung aber durchgehend den Block zwischen Gundelandstraße, Renettenstraße, Am Klarapfel und dem Gravensteiner Platz – für Tiefgarage, Kellerräume und einen Supermarkt. Das Gesamtensemble ist im Höhenverlauf der Topographie des Ortes angepasst. Die Dachfläche des großflächigen Einzelhandels soll intensiv begrünt und als Innenhof für die Bewohner zugänglich sein. Investor für diesen Entwurf ist die Wilma Wohnen. Einer Veräußerung des Geländes müssen die Stadtverordneten noch zustimmen.

Geprüft wurden die städtebauliche Qualität und äußere Gestaltung, die Nutzungsqualitäten der Wohnungsgrundrisse, gestalterische und räumliche Qualitäten der Freiflächen, ökologische Qualitäten und Umweltverträglichkeit sowie Wirtschaftlichkeit und Verwertbarkeit der Gebäude und der Erschließung.

Die Jury überzeugte vor allem die stadträumliche Einbindung des Entwurfs. Das Büro Landes und Partner habe sich außerdem von allen Teilnehmern am besten an die Vorgaben gehalten. Insbesondere die Eingangssituation wurde positiv bewertet – sie liegt direkt an der Ecke der Blockrandbebauung, gegenüber der Endhaltestelle der Straßenbahn.

Das Grundstück ist rund 7.300 Quadratmeter groß. Der jetzt ausgewählte Entwurf sieht eine Bruttogeschossfläche von 35.500 Quadratmetern und insgesamt 118 Wohnungen mit 17.820 Quadratmetern Fläche vor. Für den großflächigen Einzelhandel sind 3.440, für sonstigen Einzelhandel 2.120 Quadratmeter, für Büros 760 und für Gastronomie 300 Quadratmeter vorgesehen. 371 Tiefgaragen-Stellplätze sind geplant. Dennoch gab es einige Empfehlungen zur Überarbeitung: So wünscht sich die Jury studentisches Wohnen in einem der Gebäude, deutlich mehr Fläche für Gastronomie und eine öffentliche behindertengerechte Toilettenanlage.