
Design Meets Jazz
Ein Sonntag mit Dieter Rams und Emil Mangelsdorff im Museum für Angewandte Kunst
(pia) Als Höhepunkt des Rahmenprogramms zur Ausstellung "Less and More. Das Designethos von Dieter Rams" lädt das Museum für Angewandte Kunst am Sonntag, 8. August, zu einer Jazzmatinee mit Altsaxophonist Emil Mangelsdorff ein. Los geht's um 11 Uhr. Im Anschluss an das Konzert signiert Dieter Rams die Kataloge zu "Less and More", bevor der Kurator der Ausstellung, Professor Klaus Klemp, die Besucher durch die Ausstellung führt.
Dieter Rams hat für die Firma Braun zahlreiche Hifi-Anlagen gestaltet. Dies hat auch Bezüge zu seiner persönlichen Lebenswelt, denn er war und ist ein großer Jazzliebhaber. In den fünfziger und sechziger Jahren ging der junge Chefdesigner nach der Arbeit bei Braun gerne in den Frankfurter Jazzkeller an der kleinen Bockenheimer Straße, wo schon damals herausragende Musiker aus aller Welt spielten. Eingeprägt hat sich ihm vor allem einer: Emil Mangelsdorff.
Anlässlich der großen Retrospektive, die das Museum für Angewandte Kunst Frankfurt Dieter Rams noch bis zum 5. September widmet, gibt Emil Mangelsdorff nun ein Konzert im Museumsfoyer, begleitet von Thilo Wagner am Piano. Der Frankfurter Altsaxophonist, der jüngst seinen 85. Geburtstag feierte, ist einer der ganz großen deutschen Jazzmusiker und gilt als Gründervater des deutschen Jazz. Ebenso wie sein jüngerer Bruder, der 2005 verstorbene Jazz-Posaunist Albert, zählte Emil Mangelsdorff nach dem zweiten Weltkrieg zu den kreativen jungen Musikern, die Frankfurt den inoffiziellen Titel einer deutschen "Jazz-Hauptstadt" einbrachten. Dafür wurde er 1995 mit der Frankfurter Goethe-Plakette geehrt. Sein Spiel ist geprägt von enormer Leichtigkeit und Unbeschwertheit. In Frankfurt ist Emil Mangelsdorff jeden ersten Montag im Monat im Frankfurter Holzhausenschlösschen zu erleben, die Karten zu den Konzerten mit Kult-Status sind jedoch stets lange im Voraus ausgebucht.
Zur Matinee gelten die regulären Eintrittspreise des Museums. Die Programmpunkte können auch einzeln besucht werden. Die Veranstaltung wird ermöglicht durch Unterstützung der Ingeborg und Dieter Rams Stiftung.












