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19.06.2015

Anselm Weber wird Intendant des Schauspiel Frankfurt ab der Spielzeit 2017/18

Anselm Weber, Intendant des Schauspielhauses Bochum, © Foto: Jörg Carstensen, picture-alliance/ dpa
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Der Magistrat der Stadt bestellt Weber auf Vorschlag des Frankfurter Kulturdezernenten

(pia) Die Gesellschafterversammlung, also der Magistrat der Stadt Frankfurt, hat am Freitag, 19. Juni, die Bestellung von Anselm Weber zum Intendanten von Schauspiel Frankfurt und Geschäftsführer der Städtischen Bühnen Frankfurt GmbH beschlossen. Mit Beginn der Spielzeit 2017/2018 wird Anselm Weber das Schauspiel leiten. Als Chefdramaturgin wird Weber für Frankfurt Marion Tiedtke verpflichten, mit ihr will er das Haus künstlerisch lenken und inhaltlich prägen. Beide stellten bei einer Pressekonferenz ihre konzeptionellen Überlegungen unter dem Titel ‚Kunst – Bildung – Teilhabe‘ vor.

Kulturdezernent Felix Semmelroth blickt zuversichtlich voraus: „Theater wird heute unter vielfältigen Aspekten betrachtet: künstlerisch, aber auch unter sozialen, kommunikativen, medialen, wirtschaftlichen sowie unter bildungs- und integrationspolitischen Sichtweisen. Alle diese Facetten sind heute für einen Intendanten von Bedeutung. Gleichzeitig steht das Theater gegenwärtig in einem besonderen Spannungsfeld – steigende Besucherzahlen, ein hohes ästhetisches Niveau und eine bemerkenswerte deutsche Theaterlandschaft. Auf der anderen Seite: Das Theater ist unter wachsendem Legitimationsdruck. Unter diesen Rahmenbedingungen war für mich bei der Personalauswahl entscheidend: Ich wollte für Frankfurt einen Intendanten, der Theater von der Bühne her denkt. Ganz im Sinne von Oscar Wilde, ‚Bühne als Treffpunkt von Kunst und Leben‘. Ich bin überzeugt, dafür stehen Anselm Weber und Marion Tiedtke.“

Der Aufsichtsrat der Städtischen Bühnen hatte in seiner Sitzung am 27. April 2015 den Vorschlag von Kulturdezernent Felix Semmelroth angenommen und diesen beauftragt, den Vorschlag der Gesellschafterversammlung (Magistrat) zur Beschlussfassung vorzutragen.

Anselm Weber ist seit 2010 Intendant des Schauspielhauses Bochum und leitete zuvor (2005 bis 2010) das Schauspiel Essen. Als Regisseur war Weber kontinuierlich an einer Vielzahl deutschsprachiger Bühnen tätig und arbeitet seit 1999 auch als sehr erfolgreicher Opernregisseur. Dem Frankfurter Publikum bekannt ist Anselm Weber durch mehrere Regiearbeiten: unter anderem einer frühen ‚Jungfrau von Orleans‘ (1992), der mit viel Gespür für das hiesige Lokalkolorit inszenierten ‚Frankfurter Verlobung‘ von Matthias Beltz(2003), der Oper ‚Die tote Stadt‘ von Erich Korngold (2009) und im März 2015 mit einer intensiven ‚Passagierin‘ von Mieczyslaw Weinberg.

Als PDF-Download werden dieser Meldung das "Konzept ‚Kunst – Bildung – Teilhabe" von Anselm Weber und Marion Tiedtke, der Lebenslauf von Anselm Weber und der Lebenslauf von Marion Tiedtke beigefügt.