
04.02.2013
Frankfurter Verband für Alten- und Behindertenhilfe erhält Innovationspreis
Stadträtin Daniela Birkenfeld freut sich über Würdigung des Modelprojekts AiQuA
(pia) Beim bundesweiten Wettbewerb um gute und innovative Ideen, die den Arbeitsalltag in der Pflege verbessern, hat das Frankfurter Projekt „Arbeitsintegrierte Qualifizierung in der Altenpflege“ (AiQuA) heute in Berlin den 1. Preis erhalten. „Die Auszeichnung würdigt den Mut des Frankfurter Verbands für Alten- und Behindertenhilfe, zur Gewinnung von Pflegefachkräften ganz neue Wege zu gehen“, sagt Stadträtin Daniela Birkenfeld. Mit Unterstützung des Qualifizierungsträgers Werkstatt Frankfurt, des hessischen Sozialministeriums und des Europäischen Sozialfonds bildet der Frankfurter Verband seit Herbst 2011 bisherige Pflegehelfer berufsbegleitend zu examinierten Kräften aus.
Sie Sozialdezernentin freut es besonders, dass sich neun Teilnehmer des Projekts aus dem Victor-Gollancz-Haus selbst um den Preis des Instituts für angewandte Sozialforschung AGP (Alter – Gesellschaft – Partizipation) beworben haben: „Das zeigt die Begeisterung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für AiQuA – trotz der zusätzlichen Lernbelastung nutzen sie die Chance, sich zu qualifizieren und mehr Verantwortung im Beruf zu übernehmen.“ Ein willkommener Nebeneffekt sei, dass sich damit auch die persönlichen Einkommensverhältnisse verbessern ließen.
Initiiert hat der Frankfurter Verband das Modelprojekt angesichts des wachsenden Fachkräftebedarfs in der Pflege. Geschäftsführer Frédéric Lauscher erlässt den Teilnehmerinnen und Teilnehmer von AiQuA 20 Prozent ihrer Wochenarbeitszeit fürs Lernen bei Fortzahlung des kompletten Lohns. Die Werkstatt Frankfurt hat zusammen mit der Schule für Altenpflegeausbildung des Frankfurter Verbands die Lernmodule entwickelt. Es sind alle in der Ausbildungsverordnung vorgeschriebenen Inhalte integriert. Zurzeit nehmen rund 50 Mitarbeiter des Frankfurter Verbands an der Ausbildung teil.
Das Institut für angewandte Sozialforschung AGP führte den Wettbewerb im Rahmen eines Forschungsprojekts des Bundesministeriums für Gesundheit zur Stärkung des Pflegeberufs durch. Ziel des Projektes ist es Strategien zu entwickeln, mit denen sich mehr Bürgerinnen und Bürger für den Pflegeberuf begeistern lassen und für das vorhandene Pflegepersonal bessere Arbeitsbedingungen geschaffen werden.
Nähere Informationen: http://www.aiqua.de oder telefonisch bei Frédéric Lauscher unter der Rufnummer 069/299807-322.



