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18.01.2013

Etty Hillesum. Eine junge Frau zwischen individueller Lebenslust und kollektiver Aufopferung

Die Tagebücher 1941-1943 – Lesung mit Bettina Hoppe

(pia) Bettina Hoppe, Mitglied im Ensemble des Schauspiel Frankfurt, liest am Dienstag, 22. Januar, aus den Tagebüchern von Etty Hillesum. Der Synagogenchor der Westend-Synagoge umrahmt die Lesung mit liturgischen Gesängen. Die Veranstaltung, die um 20 Uhr im Museum Judengasse, Kurt-Schumacher-Straße 10, beginnt, steht im Zusammenhang mit dem 27. Januar, dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Der Eintritt kostet zwölf Euro, ermäßigt acht Euro. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Chaja Sternberg und Samuel Weinberger statt.

Etty Hillesum, die junge Psychologie-Studentin, konnte und wollte sich dem „Massenschicksal“ ihres Volkes nicht entziehen. Zeugenaussagen beschrieben die junge Frau als „leuchtende Persönlichkeit“. Sie hatte tiefes Vertrauen ins Leben und einen unerschütterlichen Glauben an das Gute im Menschen. Doch am 7. September 1943 wurde sie mit ihrer gesamten Familie nach Auschwitz deportiert. Das Rote Kreuz meldete Ettys Tod am 30. November 1943. Am 1. Oktober 1981 wurden ihre Tagebücher im Amsterdamer Concertgebouw vorgestellt und fanden weltweite Resonanz. Sie erschienen in elf Ländern.