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17.01.2013

Mehr Raum für Kreative - Leerstandsprogramm nimmt Fahrt auf

Bürgermeister Olaf Cunitz zieht positive Zwischenbilanz

(pia) Bürgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz zieht eine äußerst positive Zwischenbilanz des „Frankfurter Programms zur Förderung des Umbaus leerstehender Räume für Kreative“: „Im vergangenen Jahr konnten mit dem Leerstandprogramm 27 Projekte gefördert werden, während es im Vorjahr lediglich sechs waren. An Fördermitteln wurden 470.895 Euro bewilligt, 2011 lag die Summe bei 106.082 Euro. Und die Zahl der Anfragen erhöhte sich von 25 auf 80. Damit fallen die ersten beiden Jahre der Arbeit der Leerstandsagentur äußerst erfolgreich aus.“

Bei den leerstehenden wie auch geförderten Objekten handelt es sich meist um gewerbliche Flächen, die sich im Erdgeschoss oder im ersten Stock befinden, teilweise aber auch um größere Einheiten. Bei den Anfragen, die zu keinen Förderanträgen führten, haben die Kreativen zum Großteil zwar die erforderlichen Kriterien erfüllt, aber bislang keine geeigneten Räume finden können. Derzeit stehen weitere elf Anträge mit einer angefragten Förderhöhe von 150.000 Euro zur Bewilligung an.

„Unser Ziel ist, mit Unterstützung des Förderprogramms der Stadt zwischen den Belangen der Kreativszene, Zielen der Stadtentwicklung und Interessen der Eigentümer leerstehender Flächen in den Quartieren zu vermitteln“, fasst Bürgermeister Cunitz die Aufgabe des Förderprogramms zusammen. Bereits im zweiten Jahr vermittelte die Agentur RADAR 2012 im Auftrag der Stadt Frankfurt zwischen Raum suchenden Kreativen und Besitzern von leer stehenden Immobilien. RADAR unterstützt Kreative bei der Suche und in Vertragsverhandlungen mit Eigentümern, informiert Kreative und Eigentümer über Fördermöglichkeiten durch das „Leerstandsprogramm Räume für Kreative“, vermittelt die Fördergelder und betreut Förderanträge. „Die Agentur hat sich als wichtiger Faktor der infrastrukturellen Förderung der Kreativwirtschaft und als Impulsgeber der Quartiersentwicklung etablieren können“, freut sich Planungsdezernent Olaf Cunitz: „Inzwischen macht unser Programm auch über die Grenzen Frankfurts hinaus vermehrt von sich reden. Durch den Modellcharakter unserer Initiative wächst auch das Image Frankfurts als attraktiver Kreativstandort.“

Zentrales Vermittlungsinstrument ist der Internetauftritt http://www.radar-frankfurt.de Hier finden sich die angebotenen Objekte und darüber hinaus wichtige Informationen für das Klientel der Kreativen und Gebäudeeigentümer. Wichtige Funktion für die Vermittlung und den Austausch mit Kreativen und Interessierten haben außerdem die Nutzung der sozialen Netze Facebook und Twitter. Aber auch Veranstaltungen gehören zum Aufgabenspektrum. „So war der 1. Höchster Designparcours ein großer Erfolg, der dazu führte, dass zwei der bespielten Ladenflächen eine Fortsetzung der Nutzung durch Kreative erfahren“, berichtet Cunitz. „Durch solche Veranstaltungen kann sowohl die Attraktivität bestimmter Stadtteile für Kreative wie die vermehrte Vermittlung von Ladenflächen mit einem direkten sichtbaren Effekt für die Entwicklung der Quartiere erreicht werden.“ Ähnliche Maßnahmen setzt RADAR auch in anderen Stadtteilen um, beispielsweise werden temporäre Projekte in die Kaiserpassage im Bahnhofsviertel und in die Zeilgalerie vermittelt.

Aktuell ist RADAR mit der Organisation und Planung einer Veranstaltung im ersten Jahresdrittel befasst, die den Zusammenhang von Kreativförderung, Leerstandsnutzung und Stadtentwicklung mit einem besonderen Fokus auf die Frankfurter Situation thematisiert.