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09.01.2013

Brachliegendes Grundstück wird bebaut

Parkplätze werden zu Baugrund für zehn Wohnungen

(pia) Ein bislang brachliegendes städtisches Grundstück an der Friedberger Landstraße soll mit einem Mehrfamilienhaus mit zehn Drei-Zimmer-Wohnungen bebaut werden. Der Magistrat der Stadt hat dem dafür notwendigen Erbbaurechtsvertrag bereits zugestimmt, nun geht die entsprechende Vorlage in die parlamentarische Beratung.

Planungsdezernent Olaf Cunitz freut sich über dieses „gute Beispiel für Nachverdichtung im innerstädtischen Bereich“. Das 380 Quadratmeter große Grundstück an der Friedberger Landstraße ohne Nummer liegt unmittelbar südlich der Gaußstraße 33. Bereits vor mehreren Jahren war eine gemeinsame Bebauung mit den nach Süden angrenzenden Nachbargrundstücken geplant. Diese befinden sich in Privatbesitz und werden momentan als Parkplätze genutzt. „Die Gesamtbebauung beider Flächen wäre eine sinnvolle städtebauliche Lösung, für die es aber derzeit keine Realisierungsmöglichkeiten gibt. Wegen der starken Nachfrage nach Wohnraum im Nordend haben wir die Bebauung des städtischen Grundstücks dennoch ausgeschrieben. Die Option einer späteren Anschlussbebauung in südlicher Richtung wurde im Planungsentwurf berücksichtigt“, sagt Cunitz.

Das Grundstück soll für 99 Jahre in Erbpacht zur Errichtung eines Mehrfamilienhauses vergeben werden. Der Erbbauberechtigte verpflichtet sich, innerhalb von sechs Monaten nach Vertragsabschluss das Baugesuch einzureichen und das Bauvorhaben innerhalb von drei Jahren nach Erteilung der Baugenehmigung im Passivhaus-Standard schlüsselfertig zu erstellen. Neben den zehn Drei-Zimmer-Wohnungen ist im Untergeschoss außerdem eine Tiefgarage vorgesehen. „Mit der Bestellung des Erbbaurechts wird die Voraussetzung für weiteren Wohnungsbau geschaffen und damit ein Beitrag zur Deckung des Wohnungsbedarfs in Frankfurt geleistet“, ist Bürgermeister Cunitz überzeugt.

„Als wachsende Stadt müssen wir eine enorme Wohnraumnachfrage befriedigen. An vorderster Stelle stehen dafür die Baulandbereitstellung, die umfassende Wohnungsbauförderung und die Umwandlung von Büroflächen in Wohnraum“, erläutert Planungsdezernent Cunitz seine Strategie. „Daneben prüfen wir wie im vorliegenden Fall Möglichkeiten zur Nachverdichtung im Bestand: Wo es für das Stadtklima verträglich ist und die Wohnqualität der Nachbarschaft nicht unzumutbar beeinträchtigt wird, kann neuer Wohnraum durch zusätzliche Bebauung entstehen. In Zukunft werden wir noch konsequenter in den Stadtteilen nach mindergenutzen Flächen suchen, um diese einer Wohnnutzung zuzuführen. Denn auch viele, vergleichsweise kleine Bauprojekte können in der Summe einen Beitrag zur Entlastung des Frankfurter Wohnungsmarktes leisten.“