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08.01.2013

Nächste Station: Karmeliterkloster

Finale der Wanderausstellung über Christen jüdischer Herkunft im Institut für Stadtgeschichte

(pia) Am Montag, 14. Januar, 18 Uhr, eröffnet Kulturdezernent Felix Semmelroth im Institut für Stadtgeschichte die Ausstellung „Getauft, ausgestoßen – und vergessen? Evangelische Christen jüdischer Herkunft 1933–45“. Sie beschäftigt sich mit der Situation dieser Verfolgtengruppe im Frankfurt der NS-Zeit und wanderte seit Januar 2012 durch zwölf Evangelische Kirchengemeinden, die sie jeweils um eine Tafel mit der Geschichte vor Ort ergänzten. Das Institut für Stadtgeschichte zeigt nun zum Abschluss das Gesamtwerk dieser gewachsenen Wanderausstellung im Kreuzgang des Karmeliterklosters, wo sie bis zum 3. Februar 2013 zu sehen sein wird.

Den Anlass für die Aufarbeitung dieses bislang kaum beachteten Themas bildete der 70. Jahrestag des Ausschlusses von Christen jüdischer Herkunft aus der damaligen evangelischen Landeskirche Nassau-Hessen. Der Arbeitskreis „Christen jüdischer Herkunft“ initiierte und begleitete das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Institut für Stadtgeschichte. Fünf Ausstellungseinheiten führen mit grundlegenden Beiträgen in die Thematik ein. Die weiteren Themenkomplexe gestalteten die beteiligten Gemeinden mit vielfältigen, für ihre Geschichte typischen Unikaten. Insgesamt sind während eines Jahres 18 Tafeln entstanden. Mit der Ausstellungseröffnung kommt eine weitere Tafel hinzu, die sich mit den Hilfen von Berta Schepeler in der St. Paulsgemeinde und im Verein für Innere Mission für die Christen jüdischer Herkunft befasst.

Bei der Eröffnung sprechen außerdem Lutz Becht, der die Ausstellung seitens des Instituts für Stadtgeschichte betreute, der Projektleiter der Ausstellung Pfarrer Volker Mahnkopp sowie der Journalist und Mitarbeiter des Erinnerungsprojektes der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau Hartmut Schmidt. Bastian Fiebig umrahmt die Eröffnung musikalisch. Die Ausstellung ist donnerstags bis dienstags von 10 bis 18 Uhr sowie mittwochs von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Führungen sind nach Absprache mit Lutz Becht möglich; Anmeldung bitte unter Telefon 069/21232841 oder info.amt47@stadt-frankfurt.de

Weitere Informationen unter www.stadtgeschichte-frankfurt.de.