
15.11.2012
Zwölf Jahre Recht auf gewaltfreie Erziehung - Kinderbüro und Kinderschutzbund ziehen Bilanz
Stadträtin Sarah Sorge übernimmt Schirmherrschaft für Veranstaltung
(pia) Die Kinderrechte sind weltweit in der UN-Kinderrechtskonvention, die am 20. November 1989 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde, festgeschrieben. Das Recht auf gewaltfreie Erziehung ist seit 2000 im Bürgerlichen Gesetzbuch verankert. Für Stadträtin Sarah Sorge, welche die Schirmherrin der gemeinsamen Fachtagung des Kinderbüros und des Kinderschutzbund Frankfurt ist, ist das Recht auf gewaltfreie Erziehung ein wichtiges Menschenrecht für die Kleinsten und Schwächsten einer Gesellschaft: "Jedes Kind ist mit Respekt und Achtung zu behandeln. Dies gilt sowohl zu Hause wie in unseren Bildungs- und Freizeiteinrichtungen und dem öffentlichen Leben. Wir haben die Pflicht, Kinder gewaltfrei zu erziehen und vor Gewalt zu schützen", so Stadträtin Sorge.
Zwölf Jahre nach Verankerung des Rechtes auf gewaltfreie Erziehung im Bürgerlichen Gesetzbuch fragen das Frankfurter Kinderbüro und der Kinderschutzbund auf einer Fachtagung am Tag der Kinderrechte, Dienstag, 20. November, von 13 bis 17 Uhr: Welche Wirkung hat die gesetzliche Verankerung entfaltet? Lassen sich durch Gesetze Erziehungsnormen verändern? Experten bilanzieren die Wirkung in vier Fachvorträgen in der Orangerie des Kinderschutzbundes, Comeniusstraße 39.
Nach der thematischen Einführung von Ludwig Salgo, Universität Frankfurt, wird Kai Bussmann von der Universität Halle die Ergebnisse seiner internationalen Studien zur Wirksamkeit eines Gewaltverbots vorstellen. Haci-Halil Uslucan, Leiter des Instituts für Türkeistudien, geht der Frage nach, ob kulturelle Unterschiede in der Einstellung zur gewaltfreien Erziehung festzustellen sind. Oliver Steinbach, stellvertretender Chefredakteur der Zeitschrift "Eltern" wird abschließend die Ergebnisse der von "Eltern" in Auftrag gegebenen FORSA-Studie zum Thema "Gewalt in der Erziehung" kommentieren und über die Resonanz der Diskussion in der Leserschaft berichten.
Eingeladen sind interessierte Mitbürger sowie Fachkräfte. Der Eintritt ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung unter http://www.kinderschutzbund-frankfurt.de ist erforderlich.



