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19.10.2012

Über Burnout und Leistungsdruck

Die Frankfurter Römerberggespräche

(pia) Sie sind eine feste Institution der Debattenkultur in Deutschland: Die Römerberggespräche in Frankfurt bestehen seit 1973 in ununterbrochener Folge. Es handelt sich um Expertengespräche für eine interessierte städtische Öffentlichkeit: Wissenschaftler, Essayisten und Künstler erörtern in Vorträgen, Dialogen und Diskussionsrunden die politischen, kulturellen und intellektuellen Themen der Gesellschaft. Sie präsentieren Forschungsergebnisse und geben Ausblicke in künftige Prozesse.

Die nächsten Römerberggespräche sind am Samstag, 27. Oktober. Thema ist "Überfordert Euch! Innenansichten einer getriebenen Gesellschaft". Nicht nur Politik und Wirtschaft ächzen derzeit unter permanentem Druck und Zeitnot, denen sie sich unterworfen fühlen. Das Gymnasium wurde in G8 um ein Jahr verkürzt, das Hochschulstudium durch Bologna gestrafft. In der Arbeitswelt herrscht Druck auf Menschen und Produkte.

Diese Ideologie hat ihren Preis: Die Abwertung von allem, was unter der Spitze liegt, beherrscht auch andere gesellschaftliche Bereiche. Erschöpfung, Burnout – eine Müdigkeitsgesellschaft ist die Kehrseite. Handelt es sich hier um eine permanente Selbstüberforderung der Moderne, und welche Alternativen gibt es? Oder ist das Lamento bloß Ausdruck einer saturierten Wehleidigkeit, die auf Besitzstandswahrung zielt und der Wettbewerbsgedanken fremd sind? Diesen Fragen soll bei den diesjährigen Römerberggesprächen nachgegangen werden. Die Moderation übernimmt Alf Mentzer, Beginn der Gespräche ist um 10 Uhr im Chagallsaal des Schauspiel Frankfurt. Der Eintritt ist frei. Unter http://roemerberggespraeche-ffm.de gibt es weitere Informationen zur Veranstaltung.