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08.10.2012

Förderung von Feinfühligkeit und Empathie

Anmeldungen für die Pilotphase des Präventionsprogramm 'B.A.S.E.® - Babybeobachtung' sind noch möglich

(pia) Das Stadtschulamt ermöglicht 40 Frankfurter Kindertageseinrichtungen die Einführung des Präventionsprogramms "B.A.S.E.®-Babybeobachtung" im Rahmen eines Pilotprojektes. Bis Freitag, 12. Oktober, können sich Pädagogische Fachkräfte in Frankfurter Kindertagesstätten, Kindergärten, Kinderkrippen mit erweiterter Altersmischung, Horten und Erweiterten Schulischen Betreuungen für die Fortbildung zum B.A.S.E.®-Gruppenleiter anmelden.

Für die Fachkräfte beginnt die Pilotphase mit einer eintägigen Fortbildung zwischen dem 31. Oktober und dem 3. November dieses Jahres. Im Laufe der Pilotphase werden die Gruppenleiter dann durch Mentoren persönlich begleitet. Während der Durchführungsphase ist eine Supervision vorgesehen, wobei zu Beginn des Projektes, nach 6-monatiger Durchführung und zum Projektende Termine vereinbart werden. Auch die Begleitung einzelner Babywatching-Sitzungen sind vorgesehen. Zusätzlich erhalten die Einrichtungen professionelle Supervisionen durch eine B.A.S.E.®-Trainerin. Sie können im Rahmen der Supervision spezielle Fragen zu der Durchführung stellen und erhalten von der Trainerin eine professionelle Fallsupervision.

B.A.S.E.®-Babybeobachtung dient der Förderung von Feinfühligkeit und Empathie und wirkt präventiv gegen Angst und Aggression. Die Eltern kommen mit einem wenige Wochen alten Baby für die Dauer von einem Jahr einmal in der Woche in die Kindergartengruppe oder in die Schulklasse. Die Kinder erleben, wie das Baby von Woche zu Woche wächst, bis es frei laufen kann.

Unter der speziellen Anleitung und Fragetechnik der B.A.S.E.®-Gruppenleitung lernen die Kinder durch die wöchentlichen Interaktions-Beobachtungen, sich in die Emotionen und die Motivationen der Eltern und des Kindes immer besser einzufühlen. Für viele Einzelkinder ist dies die erste und oft einzige Möglichkeit, die Meilensteine der Entwicklung eines Babys während des gesamten ersten Lebensjahres kontinuierlich zu beobachten.

Bisherige Ergebnisse zeigen, dass auf diese Weise die Empathiefähigkeit der Kinder gefördert wird. Sie beginnen, diese Fähigkeit auf alltägliche Situationen mit ihren Freunden zu übertragen, indem sie sich feinfühliger, sozialer sowie weniger ängstlich untereinander verhalten.

Die anderthalbjährige Pilotphase B.A.S.E.®-Babywatching Frankfurt wurde mit einer Auftaktveranstaltung am 11. September eröffnet. Rund 250 Fachkräfte aus Kindertageseinrichtungen, Schulen und Jugendeinrichtungen, von Kita-Trägern, aus Bildungsstätten und Fachschulen sind der Einladung des Stadtschulamtes gefolgt in das Lessing-Gymnasium gekommen. Unter den Teilnehmern befanden sich auch Teams, die bereits die Einführung von B.A.S.E.® in ihrer Einrichtung planen.

Das Pilotprojekt ist eine Kooperation zwischen der Stadt Frankfurt und dem Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München, Kinderklinik und Poliklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital, Abteilung Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie. Die Kosten der Fortbildung werden durch die Stadt getragen und ist für die Teilnehmenden kostenfrei. Anmelden können sich Interessierte über die Internetseite http://www.base-babywatching-frankfurt.de