
02.10.2012
Frankfurt hat volksnahen Seelsorger verloren
Kirchendezernent würdigt Pater Amandus
(pia) „Nicht nur von seiner Erscheinung her war er den Frankfurtern eine Institution, sondern gerade in seinem Wirken hat Pater Amandus immer das Wort für eine gerechtere Welt ergriffen und hat mit Rat und Hilfe den Menschen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen Wege zur Bewältigung ihres Alltags gewiesen. Frankfurt hat einen volksnahen Seelsorger verloren, der immer die Schwächeren unserer Gesellschaft im Blick behalten und für diese Partei ergriffen hat und damit hohes Ansehen in unserer Stadt genossen hat“, so reagierte heute Frankfurts Kirchendezernent, Stadtkämmerer Uwe Becker, auf den Tod des Ordensmannes vom Kapuzinerkloster Liebfrauen.
„Inmitten unserer oft hektischen und auf das Morgen ausgerichteten Welt war Pater Amandus immer auch ein Anker, der mit gelebter Bodenständigkeit den Menschen vermittelt hat, dass es eines festen Fundamentes bedürfe, um darauf eine gerechte Zukunft aufzubauen. Seine Arbeit als Gehörlosenseelsorger hat vielen Menschen, die mit Einschränkungen ihr Leben meistern müssen, eben über jene Beeinträchtigungen hinweggeholfen und er hat gleichzeitig auch für eine barrierefreie Gesellschaft geworben. Seit 2006 war er zudem beim Hessischen Rundfunk mit der Sendung ´Pater Amandus ´ Ratgeber für die unterschiedlichsten Lebenslagen der Menschen. Für sein besonderes Engagement hat ihm die Stadt Frankfurt im Jahr 1996 die Ehrenplakette verliehen. Die Stadt Frankfurt wird ihm in großer Dankbarkeit für sein außerordentliches Wirken stets ein ehrendes Andenken bewahren,“ schloß Uwe Becker.



