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Kultureller Veranstaltungsreigen rund um die Frankfurter Buchmesse

Open books und Literatur im Römer zum Ehrengast der Buchmesse Neuseeland

(pia) „Die Buchmesse ist nicht nur der weltweit bedeutendste Handelsplatz für Bücher, Medien, Rechte und Lizenzen, sondern auch ein kulturelles Ereignis. Dass deren Strahlkraft nicht allein auf das Messegelände beschränkt bleibt, sondern weit in die Stadt hineinreicht, ist dem Engagement der städtischen Kultureinrichtungen zu verdanken. Sie haben erneut insbesondere auch in Zusammenarbeit mit dem diesjährigen Buchmesse-Ehrengast Neuseeland ein besonderes Programm auf die Beine gestellt“, erklärt Kulturdezernent Felix Semmelroth. „Darüber hinaus bietet Open books – organisiert vom Kulturamt der Stadt – mit Lesungen, Vorträgen und Diskussionen den Verlagen ein Forum, um die Neuerscheinungen aller Sparten an zentraler Stelle in der Innenstadt zu präsentieren. Auch der Klassiker „Literatur im Römer“ mit belletristischem Schwerpunkt wird sich dieses Jahr wieder großen Publikumszuspruchs erfreuen“, ist sich der Kulturdezernent sicher.

Rund 20 Frankfurter Kultureinrichtungen mit 100 Veranstaltungen begleiten diesmal die Frankfurter Buchmesse und ihren Ehrengast mit einem speziellen Programm in der Stadt. Die Besucher erwartet sowohl auf dem Messegelände als auch in der Stadt eine große Auswahl an Ausstellungen, Lesungen, Filmen, Musik- und Tanzveranstaltungen. Schwerpunkte des Ehrengastprogramms liegen bei Film und zeitgenössischer Kunst. Lesungen, Musikveranstaltungen, Performances und Angebote für Kinder und Jugendliche runden das Ehrengast-Programm ab. Dazu äußert sich Tanea Heke, Projektdirektorin Ehrengast Neuseeland: „.Das Kulturprogramm von Aotearoa/Neuseeland erzählt auch eine Geschichte. Unsere Künstler, die im Frankfurter Kunstverein ihre Exponate ausstellen, unsere Tänzer der kapa haka Gruppe ‚Te Matarae i Orehu‘, das neuseeländische Filmfestival im Filmmuseum sowie ‚Hullapolloi‘ im Mousonturm – alle erzählen sie unsere Geschichten. Das Kulturprogramm öffnet ein Fenster zu unseren Schriftstellern und Büchern. Dadurch haben wir eine weitere Möglichkeit, Neuseeland und die neuseeländische Gesellschaft zu erklären“, sagt Tanea Heke. „Die Frankfurter, glaube ich, werden den Zauber Neuseelands entdecken und gleichzeitig erfahren, dass Neuseeland ein spannendes modernes Land ist, das mehr als Ruhe und eine grüne Idylle zu bieten hat.“

Ein konkretes Bild der zeitgenössisches Kunst Neuseelands kann man sich in den Frankfurter Ausstellungshäusern machen: Der Frankfurter Kunstverein zeigt mit der Gruppenausstellung „Contact. Artists from Aotearoa/New Zealand die erste umfassende Ausstellung zeitgenössischer Kunst aus Neuseeland in Deutschland seit mehr als zehn Jahren. Unter dem Titel „Contact" vereinigt sie malerische, fotografische, filmische und installative Werke von rund 20 neuseeländischen Künstlern. Der Portikus wird gleich selbst zum Kunstwerk, der neuseeländischen Künstler Michael Stevenson verwandelt ihn in eine Camera Obscura, um ein ‚schwebendes’ Bild herzustellen. Das MMK Museum für Moderne Kunst zeigt eine raumgreifende Filminstallation der in Neuseeland lebenden Künstlerin Alex Monteith. Ein besonders umfassendes Programm bietet das Weltkulturen Museum mit gleich zwei Ausstellungen: „Incredibly Hot Sex with Hideous People. Zines aus Neuseeland“ gibt Einblick in literarische, ästhetische und soziale Kontexte Neuseelands. „Face to Face” konfrontiert grafische Kunstwerke des samoanischen Künstlers Francis Pesamino mit Objekten aus der Polynesien-Sammlung des Weltkulturen Museums. Zu beiden Ausstellungen gibt es ein reiches Begleitprogramm mit vielen Führungen, Vorträgen, Workshops sowie einem sechsstündigen Text- und Kulturmarathon am 13. Oktober. Außerdem werden hier entstandene Werke der auf Zeit im Weltkulturen-Labor wohnenden und arbeitenden neuseeländischen Autoren Tina Makereti und Hamish Clayton präsentiert.

Einblicke in Neuseelands Filmschaffen verschafft die Reihe „Cinema Storytelling from New Zealand”, die vom 2. bis 7. Oktober im Filmmuseum stattfindet. Das von der neuseeländischen Film Commission kuratierte Programm ergänzt um Werke aus dem neuseeländischen Filmarchiv bringt Literaturverfilmungen, moderne Klassiker und Maori-Geschichten auf die Leinwand – Werke von der Stummfilmzeit bis in die neunziger Jahre. Über das spezielle Ehrengastprogramm hinaus werden zur Buchmesse die städtischen Literaturveranstaltungen OPEN BOOKS und „Literatur im Römer“ ein Hauptanziehungspunkt für Buch- und Literaturinteressierte in der Innenstadt sein. OPEN BOOKS öffnet seine Pforten vom 9. bis 13. Oktober im Frankfurter Kunstverein, im Haus am Dom, in der Evangelischen Stadtakademie/Roemer 9 und erstmalig im Haus des Buches.

Open books 2012

Open books 2012 findet zum vierten Mal als Begleitprogramm zur Frankfurter Buchmesse statt. Mit fast 100 Veranstaltungen ist das Lesefest zur Buchmesse die Bühne der neuen Bücher in der Stadt. Über 60 Verlagshäuser aus Frankfurt, Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen das Angebot der Stadt Frankfurt und stellen das Neueste aus ihren Herbstprogrammen vor. Zentrum von Open books ist der Frankfurter Kunstverein mit der deutschsprachigen Belletristik. Das Haus am Dom präsentiert das Sachbuchprogramm, im Roemer 9 ist die internationale Literatur zu finden und im Haus des Buches liest unter anderem Martin Walser. Als große Auftaktveranstaltung bitten die Veranstalter prominente Autoren, wie zum Beispiel dem am Tag zuvor gekürten Preisträger des Deutschen Buchpreises, auf das Blaue Sofa des Club Bertelsmann. Es wird zum zweiten Mal im Chagallsaal des Schauspiels Frankfurt stehen.

Nach den vielen Lesungen wird am 'Buchmessensamstag' auf der Open Party im Literaturhaus gefeiert. Die Musik kommt in diesem Jahr von Autoren und ihren Lektoren, die hier nach vier Tagen voller Texte und Bücher, den Tönen und dem Tanz huldigen.

Literatur im Römer 8 (am 10. und 11. Oktober)

Die Veranstaltung bleibt sich treu, bekommt aber einen frisch renovierten Rahmen: Die in strahlendem Weiss gestrichenen Römerhallen sind wieder der Austragungsort für Literatur im Römer. Beim beliebten Klassiker zur Buchmesse wird eine hochkarätige Auswahl an deutschsprachigen Romanen vorgestellt.

Ausführliche Detailinformationen zu den verschiedenen Programmangeboten gibt es im Internet unter http://www.buchmesse.de und unter http://www.openbooks-frankfurt.de sowie unter http://www.kultur-frankfurt.de in der Rubrik „Literatur“.

Das Veranstaltungsprogramm von Open books als Heft ist erhältlich bei der Bürgerberatung am Römer, den Frankfurter Büchereien und im Buchhandel.