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24.09.2012

Verflechtung von Bornheim und Seckbach wird konkreter

Wichtiger Zwischenschritt zur möglichen Einhausung der A 661

(pia) „Die mögliche Einhausung der Autobahn A 661 zwischen Bornheim und Seckbach ist eines der wichtigen Zukunftsprojekte der Stadtplanung in Frankfurt“, sagt Bürgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz. „Jetzt haben wir für den Verflechtungsbereich Bornheim/Seckbach einen städtebaulichen und landschaftsplanerischen Rahmenplan vorliegen, der ein Potential an Wohnungen für etwa 8.000 bis 10.000 zusätzliche Einwohner hat.“ Drei Planungsbüros haben erste Vorstellungen zur Entwicklung des Gebietes erarbeitet, unter der Zielsetzung von Schaffung von Wohnraum, Weiterentwicklung der Freiraumsituation und Rücksichtnahme auf die stadtklimatischen Bedingungen. Dabei wies die Arbeit des Büros Pesch Partner die höchste Qualität auf. Die Mitglieder des Fachbeirats, die über die Entwürfe beraten haben, waren sich aber einig, dass auch der favorisierte Entwurf einer weiteren Überarbeitung bedarf.

„Mit der nun erfolgten Auswahl des Entwurfs eines Rahmenplans ist ein weiterer wichtiger Zwischenschritt zur möglichen Realisierung erreicht“, freut sich Planungsdezernent Cunitz. Er erläuterte heute den aktuellen Sachstand zu dem Projekt und stellte das weitere Vorgehen gemeinsam mit dem Leiter des Stadtplanungsamtes, Dieter von Lüpke, vor.

Planungsgebiet

Das Untersuchungsgebiet liegt beiderseits der Bundesautobahn A 661 zwischen dem Huthpark und Wasserpark sowie zwischen den Siedlungsflächen von New Atterberry an der Friedberger Warte, Festeburgsiedlung, Seckbach und Bornheim.

Planungsanlass

Die starke Trennwirkung der Bundesautobahn 661 für die Stadtteile Bornheim und Seckbach, die durch die Errichtung von Lärmschutzwänden für das Gebiet New Atterberry noch verstärkt wird, ist städtebaulich und landschaftsplanerisch unbefriedigend. In einer ersten Studie zur Stadtentwicklung wurde daher durch das Büro Albert Speer & Partner (AS & P) untersucht, in welchem Maße positive Effekte durch eine Einhausung der Autobahn entstehen können. Es wurde in der Studie bestätigt, dass eine Einhausung der A 661 zu einer erheblichen Verbesserung der städtebaulichen und landschaftplanerischen Situation führen kann.

Planungsziele

Die Leitelemente für die Entwicklung des Gebietes sind drei planerische Intentionen: Die Entwicklung von neuen Wohngebieten, die qualitative Weiterentwicklung der Freiraumstruktur und die Rücksichtnahme auf die klimatischen Bedingungen.

Projektverlauf

Die Studie von AS & P wurde 2010 abgeschlossen. Der Magistrat hat nunmehr für die Einhausung der A 661 zwischen Friedberger Landstraße und Seckbacher Landstraße eine vertiefte Machbarkeitsuntersuchung veranlasst. Parallel hierzu führte das Stadtvermessungsamt Gespräche mit den Eigentümern und Pächtern im Untersuchungsgebiet.

Die städtebaulichen und freiflächenplanerischen Konzeptionen für das Planungsgebiet wurden von drei Stadtplanungsbüros im Rahmen eines sogenannten kooperativen Verfahrens erarbeitet. Die Teilnehmer wurden dabei von einem interdisziplinär besetzten Fachbeirat begleitet. Der Beirat war mit Experten verschiedener Fachdisziplinen besetzt, ebenso wie mit Vertreter der betroffenen Ortsbeiräte, der Stadtverordnetenversammlung und von Bürgerinitiativen.

Nach der Präsentation und eingehenden Beratung der Entwürfe am 14. September kam der Beirat einhellig zu dem Ergebnis: Alle drei Entwürfe zeigten zwar eine hohe Qualität, aber der Entwurf des Büros Pesch Partner bildet die beste Grundlage für die weitere Bearbeitung und zeigt eine tragfähige städtebauliche Vision auf. Insbesondere wurde die maßvolle Arrondierung sowie die stimmige und ausgewogene Anordnung der baulichen Ergänzungsbereiche gelobt. Dabei war deutlich zu erkennen, dass sich die zusätzlichen Baumaßnahmen aus dem Bestand entwickeln und diesen respektieren. Die interne städtebauliche Struktur der einzelnen Gebiete ist gut durchdacht.

Besonders positiv wurde auch der kompakte Siedlungsschwerpunkt „Innovationsquartier“ an der Friedberger Landstraße aufgenommen. Das Konzept der „Grünen Mitte“ schafft Weite und Offenheit der Freifläche, in der die vorhandenen Qualitäten erhalten werden können. Überzeugend ist das umfangreiche Angebot an Klein- und Freizeitgärten und die durchdachte Anordnung öffentlicher Grünflächen.

Die nächsten Arbeitsschritte beinhalten eine Überarbeitung des Entwurfs von Pesch Partner auf der Grundlage der Empfehlungen des Beirats. Darüber hinaus werden Berechnungen angestellt, um festzustellen, welche Erlöse aus der Umsetzung des Konzepts zu erwarten wären, für eine Gegenfinanzierung der Einhausung der A661. Auch gilt es mit Bund und Land weiter über eine Beteiligung an den Kosten für eine Einhausung zu verhandeln, ebenso wie über eine Rückabwicklung des Planfeststellungsbeschlusses für den Alleentunnel beziehungsweise ein Planänderungsverfahren für die Alleenspange.

Weitere Informationen zu dem städtebaulichen und landschaftsplanerischen Rahmenplan sowie Darstellungen können im Internet unter http://www.stadtplanungsamt-frankfurt.de heruntergeladen werden.