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13.09.2012

Stadtverordnetenvorsteherin und Oberbürgermeister bitten um Unterstützung

Auftakt der Fairen Woche

(pia) Zum Auftakt der Fairen Woche in Frankfurt, die vom 14. September bis Freitag, 28. September, läuft, wenden sich die Stadtverordnetenvorsteherin Bernadette Weyland und Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann mit einer Bitte an die Bürger.


Liebe Frankfurterinnen,
liebe Frankfurter,

zum Auftakt der Fairen Woche vom 14. bis 28. September wenden wir uns an Sie.

Täglich erreichen uns schreckliche Bilder in den Fernsehnachrichten. Bürgerkriege, Umweltkatastrophen, Hungersnöte. Wir in Deutschland leben auf einer Insel des Wohlstands. Sicher gibt es bei uns auch Armut, gibt es Menschen, die in existenzielle Not geraten. Dennoch relativieren sich unsere Nöte, wenn wir den Blick auf die Menschen werfen, die um ihr nacktes Überleben kämpfen müssen.

Was können wir tun?

Spenden in akuten Notsituationen sind gut und erforderlich. Sie sind Ausdruck unserer Solidarität und unseres Mitgefühls mit den Notleidenden. Unser Augenmerk sollte aber auch auf einer dauerhaft angelegten Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Menschen in den Entwicklungsländern liegen. Noch immer müssen Menschen in diesem Teil der Welt unter schlechtesten Bedingungen arbeiten, sei es als Arbeiter oder Kleinbauern. Niedrigste Familieneinkommen, die im besten Fall das tägliche Überleben sichern, sind keine Ausnahme. Viele Waren, auch Lebensmittel, die bei uns billig angeboten werden, entstehen so.

Hier kommt uns in den reichen Industrienationen eine große Verantwortung zu. Mit unserer ganz persönlichen Kaufentscheidung haben wir es in der Hand, einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation von Menschen in Entwicklungsländern zu leisten. Fair gehandelte Produkte garantieren den Erzeugern einen gerechten Lohn. Ausreichende Löhne tragen mittel- und langfristig dazu bei, das gesamte Umfeld zu verbessern. Denn ein Teil der erzielten Gewinne wird in den Bau von Schulen, Krankenstationen und anderen Gemeinschaftseinrichtungen investiert. Der faire Handel fördert zudem das nachhaltige Wirtschaften. Fast zwei Drittel der Produkte tragen auch ein Bio-Siegel.

Stadtverordnetenversammlung und Magistrat bekennen sich zum fairen Handel. Frankfurt ist seit Januar 2011 Fairtrade-Stadt. Darauf sind wir stolz! Viele Bürger engagieren sich für die Ziele des fairen Handels, in Schulen, Kirchengemeinden oder den Weltläden. Auch der Einzelhandel unterstützt durch das Angebot von Fairtrade-Waren aktiv die Idee des fairen Handels.

Wir bitten Sie: Machen auch Sie mit!

Unterstützen Sie langfristig mit Ihrem persönlichen Einkaufsverhalten Arbeiter und Kleinbauern in den Entwicklungsländern – kaufen Sie fair!

Dafür danken wir Ihnen.


Dr. Bernadette Weyland
Stadtverordnetenvorsteherin

Peter Feldmann
Oberbürgermeister
der Stadt Frankfurt am Main