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03.09.2012

Tag des offenen Denkmals

Führungen des Hochbauamtes durch historische Gebäude

(pia) Zum europaweiten Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 9. September, bietet das Hochbauamt die Möglichkeit, die Sanierungsarbeiten an gleich drei historischen Bauten aus nächster Nähe zu „begutachten“. „Mich freut es sehr, dass das Hochbauamt beim Tag des offenen Denkmals seine hervorragende Arbeit darstellen kann“, sagt Bürgermeister und Baudezernent Olaf Cunitz. „Zwar ist die Sanierung historischer Bauwerke nicht die Hauptaufgabe, aber doch ein wesentlicher Teil der Arbeit des Hochbauamtes. Und mir ist ein besonderes Anliegen, dass unser historisches Erbe erhalten, bewahrt und nach Möglichkeit zugänglich gemacht wird.“

Eine Besichtigung des gotischen Westturms des St. Bartholomäus-Domes, mit Königswahlen und Kaiserkrönungen das geschichtliche bedeutendste Bauwerk Frankfurts, ist jedes Jahr wieder ein beliebtes Angebot. Dombaumeister Robert Sommer führt Interessierte bis hinauf in die Turmspitze, in die Glockenstühle und durch den Dachstuhl.

Außerdem stehen in diesem Jahr mit dem Dompfarrhaus und dem Kuhhirtenturm zwei weitere denkmalgeschützte Prachtstücke historischer Frankfurter Bausubstanz zur Besichtigung offen. Gemeinsam bieten Denkmalamt und Hochbauamt eine Führung in das 1907 errichtete und frisch sanierte Dompfarrhaus, Am Domplatz 14, an. Ein neobarockes Wohnhaus mit reich verzierter Fassade und wertvollen historischen Malereien in den Innenräumen. Auch der Kuhhirtenturm, einer der wenigen erhaltenen mittelalterlichen Befestigungsbauten der Frankfurter Stadtmauer, kann besichtigt werden. Die denkmalschutzgerechte Sanierung wurde vor kurzem mit dem Hessischen Denkmalschutzpreis 2012 ausgezeichnet. Mit seiner trutzigen Fassade mit den großen freigelegten Basaltsteinquadern äußerlich mittelalterlich anmutend, überrascht den Besucher im Inneren eine helle und schlicht-elegante Atmosphäre. In den Innenräumen hat sich das Sanierungskonzept bewusst am historischen Vorbild der 1920er Jahre orientiert und einige Originalbefunde von Wand-, Deckenputz, Eingangstür und Fensterläden freigelegt beziehungsweise wieder hergestellt. Hier sind heute Museums- und Konzerträume der Hindemith-Stiftung untergebracht und erinnern an Leben und Wirken von Paul Hindemith.

Abgesagt werden mussten hingegen die beiden Führungen um 10.30 Uhr und um 12 Uhr durch die St. Leonhardskirche. Aufgrund der Bauarbeiten können derzeit keine Gruppen durch die Kirche geführt werden. Sie bleibt daher - entgegen der Hinweise in bereits gedruckten Programmen - in diesem Jahr zum Tag des Denkmals geschlossen.
Alle Veranstaltungen des Hochbauamtes finden Sie unter http://www.hochbauamt.stadt-frankfurt.de.