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22.08.2012

180 Meisterwerke des ukiyoe-Holzschnitts

Andô Hiroshige: 'Arashiyama bei voller Kirschblüte', 1834
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Sammlung Otto Riese wird Teil der Sammlung des Museums für Angewandte Kunst

(pia) Leuchtende Farben und kühne Kompositionen: Heute ist einer der bedeutendsten Ankäufe der Geschichte des Museums für Angewandte Kunst Frankfurt mit einer feierlichen Vertragsunterzeichnung besiegelt worden: Das Kulturamt der Stadt Frankfurt, die Stiftungsgesellschaft des Kunstgewerbevereins in Frankfurt am Main e.V., die Museumsleitung und die Erben des Sammlers Otto Riese einigten sich darauf, dass das Museum die außergewöhnliche Sammlung japanischer ukiyoe-Holzschnitte für einen Gesamtbetrag von 1,4 Millionen Euro erwirbt.

Objekte jetzt dauerhaft im MAK

Nach intensiven Bemühungen ist es der Stiftungsgesellschaft in enger Abstimmung mit dem Kulturamt der Stadt Frankfurt und der Leitung des Museums gelungen, die dem Museum zunächst leihweise überlassenen ukiyoe-Holzschnitte dauerhaft an das Haus zu binden. Damit hat sich das Frankfurter Museum eine der letzten großen Sammlungen dieser Art gesichert, die noch auf dem Kunstmarkt verfügbar waren. „Ich danke der Stiftungsgesellschaft des Kunstgewerbevereins, dass er mit Engagement, Fantasie und Ausdauer finanziell immer wieder neue Wege einschlägt, und natürlich danke ich ganz herzlich allen Förderern, die mit ihrer großzügigen Unterstützung ermöglichen, dass Bürgerinnen und Bürger ein hohes Maß an herausragender Kunst erfahren können“, so Kulturdezernent Professor Dr. Felix Semmelroth.

Wichtiger Schritt für die Neukonzeption

„Der Ankauf der Sammlung Riese wie auch die kürzliche Schenkung der Design-Objekte für die zukünftige Dieter-Rams-Sammlung sind ein wichtiger Schritt innerhalb der Neukonzeption des Hauses, die auch ein neues Erscheinungsbild des Museums beinhaltet“, so der Dezernent. Museumsdirektor Matthias Wagner K möchte zukünftig traditionelles Erbe und Avantgarde verbinden. „Eines meiner Ziele ist es, das gute Alte und das beste Neue bei der Neugestaltung des Hauses zu vereinen. Wobei man bei dieser Sammlung durchaus vom 'besten Alten' sprechen darf“, so Wagner K.

Ausschnitt aus Kitagawa Utamaro: Der interessante Typ, 1792/93
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Eine der besten Sammlungen des japanischen Farbholzschnittes

Zusammen mit der vor einigen Jahren für das Frankfurter Haus erworbenen Sammlung Geyger, die für die Anfänge des japanischen ukiyoe-Holzschnitts internationalen Ruf genießt, verfügt Frankfurt damit auch über eine der besten Sammlungen für die klassische Periode des ukiyoe. Die Kunst des japanischen Farbholzschnitts, die schon seit mehr als einem Jahrhundert europäische Künstler und in der Folge auch zahlreiche Sammler fasziniert, liefert in leuchtenden Farben und kühnen Kompositionen ein Spiegelbild der bürgerlichen Kultur der Edo-Zeit (1603 – 1868). Der Betrachter tritt ein in die Welt der Theater und Freudenhäuser, wird Zeuge des Lebens auf den Straßen der Städte und entlang der großen Handelsstraßen, was ihn auch mit Bildern der berühmten Landschaften Japans konfrontiert.

Die vollständige Pressemitteilung des Museums für Angewandte Kunst ist beigefügt.