Logo FRANKFURT.de

26.07.2012

„Wir sehen uns bei Lucas“

Schüler sitzen mit in der Jury und gestalten Festival mit Kritiken, Blogs und Videos

(pia) Otto (10) möchte gern Reporter werden, Julian (10) lieber Polizist. Die 13-jährige Lara Jo spielt in ihrer Freizeit Theater und lernt Chinesisch. Alyssa (10) hingegen mag Eisbären und träumt von Donald Duck in 3D. Alle vier kommen aus Rhein-Main, lieben Filme und freuen sich auf eine aufregende Kinowoche im Deutschen Filmmuseum. Vom 2. bis 9. September bewerten sie als Mitglieder der Jury beim 35. Internationalen Kinderfilmfestival Lang- und Kurzfilme aus aller Welt.

Die vier Jurykinder haben sich mit einer Filmkritik beworben. Gemeinsam mit vier Filmexperten sichten sie Filme und entscheiden über die Preisträger. „Kinderfilme sind für Kinder gemacht. Aus diesem Grund ist es nur konsequent, bei Lucas ihre Meinung mit einfließen zu lassen“, sagt Festivalleiterin Petra Kappler. Für die Lucas Jury bewerben sich jedes Jahr Kinder im Alter von zehn bis 13 Jahren.

Beim ältesten deutschen Kinderfilmfestival wird dieses Jahr erstmals zusätzlich ein Jugendfilmpreis verliehen. Darüber entscheiden ausschließlich Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. Sechs Filme stehen im Wettbewerb. „Es gibt so viele tolle Filme für Teenager, die einen eigenen Wettbewerb verdienen“, sagt Petra Kappler. Das sieht auch Felix Eschmann (14) aus Maintal so, einer von fünf Jugendjuroren. Der Heavy-Metal-Fan mag gern actionreiche Filme und bringt, wie die anderen Jugendjuroren, Erfahrungen aus früheren Lucas-Festivals mit.

Während der Festivalwoche experimentieren Kinder und Jugendliche auf verschiedene Weise mit Medien. Sie bloggen auf der Internetseite http://www.lucasfilmfestival.de und http://www.kika.de. Außerdem sind sie als TV-Reporter mit einem Kamerateam des Offenen Kanals Offenbach/Frankfurt unterwegs.

Auch in der aktuellen Sonderausstellung Film Noir! im Deutschen Filmmuseum können die Lucas-Besucher aktiv werden: In einem Workshop können junge Detektive ihr eigenes Krimi-Drehbuch schreiben.

Auf dem Festival werden 47 aktuelle herausragende Filme aus 23 Ländern gezeigt: Lang- und Kurzfilme, Dokumentationen, Trick- und Animationsfilme. Kinder und Jugendliche bekommen Einblick in die Lebenswelten von Gleichaltrigen in anderen Kulturen. Einen Vorgeschmack auf Lucas gibt es beim Museumsuferfest unter anderem mit einem Kinderkurzfilmprogramm am Samstag und Sonntag, 25. und 26. August, jeweils um 16 Uhr.

Lucas findet vom 2. bis 9. September im Deutschen Filmmuseum, Schaumainkai 41, vormittags zusätzlich im Cinestar Metropolis und Cinemaxx Offenbach statt. Kinder zahlen 3,50 Euro, Erwachsene 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Schulklassen und Gruppen ab zehn Personen erhalten bis 10. August Frühbucherrabatt: Telefon 069/961220–670, E-Mail an info@lucasfilmfestival.de oder Fax 069/961220–669.

Veranstaltet wird das Festival vom Deutschen Filminstitut. Die Preisverleihung ist am Samstag, 8. September. Alle Gewinnerfilme werden am letzten Festivaltag, Sonntag, 9. September, noch einmal im Deutschen Filmmuseum gezeigt. Das Festival zählte in den vergangenen Jahren jeweils etwa 7000 Besucher. Es wird gefördert von der Stadt Frankfurt am Main, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Hessischen Filmförderung, der Saalbau GmbH und der Stadt Eschborn.