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Auf dem Weg zur Green City?

(pia) Es grünt so grün in Frankfurt! Palmen am Main, Dünen im GrünGürtel, Wildnis am Alten Flugplatz, alte Stadtparks, viele Spielplätze und große Waldgebiete - 52 Prozent der Frankfurter Stadtfläche sind grün! Mit dieser und vielen anderen, zum Teil überraschenden Zahlen wartet ein Bericht mit dem Titel "Umwelt Frankfurt 2010 – Status und Trends" auf, den Stadträtin Manuela Rottmann gerade vorgestellt hat. Zu fast jedem Umweltthema findet man Informationen sowie Kontaktadressen und Tipps, was man selbst tun kann - sei es der Wechsel zu Ökostrom oder die Pflege einer Streuobstwiese. Ausführlich geht der Bericht auf Frankfurts Klimaschutzprogramm und die Auswirkungen des Klimawandels ein.

Turnhallen-Baukastensystem in Passivhausbauweise, © Hochbauamt Frankfurt am Main
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Es wird wärmer in Frankfurt

Der Klimawandel werde sich "in dicht bebauten Städten noch gravierender auswirken als auf dem freien Land", so Umweltdezernentin Manuela Rottmann in dem Bericht. Nach einer von ihr angeregten lokalen Prognose des Deutschen Wetterdienstes könnte das Thermometer in Frankfurt im Zeitraum 2021 bis 2050 an bis zu 77 Tagen im Jahr über die 25 Grad-Marke steigen - das hieße bis zu 67 Prozent mehr Sommertage. Um der Erderwärmung entgegenzuwirken, hat die Stadt vor einem Jahr ein Klimaschutzkonzept beschlossen. Das sieht etwa 50 Maßnahmen vor, die den Ausstoß von Kohlendioxid bis 2020 um 20 Prozent verringern sollen. Dazu gehört das bundesweit einmalige Prämienprogramm "Frankfurt spart Strom", mit dem einzelne Haushalte fürs Energiesparen belohnt werden, und ein ambitioniertes Bauprogramm: Die Stadt errichtet neue Wohnhäuser, Schulen und Kitas nur noch in Passivbauweise. Die sind so gut gedämmt und belüftet, dass sie quasi gar nicht mehr beheizt werden müssen.

Schatteninseln für die Stadt

Zwar könnte der GrünGürtel mit dem offenen Niddatal und dem Stadtwald die Folgen des Klimawandels für Frankfurt etwas abmildern, so Manuela Rottmann. In den nächsten Jahren müsse man allerdings "noch viel mehr grüne Schatteninseln in die Stadtteile bringen, damit Hitzeperioden erträglich bleiben." Der Grüngürtel, der sich über 70 Kilometer um die Stadt legt und ihr frische Luft beschert, macht heute schon ein Drittel der Stadtfläche aus. Das Gebiet um die Nidda mit seinen Feldern, der Berger Rücken mit den Streuobstwiesen und Frankfurts letztem Weinberg und der Stadtwald mit knorrigen Eichen und hohen Buchen bringen natürlich nicht nur Frischluft in die Stadt, sie bieten außerdem viel Platz zum Spazierengehen und Radfahren, zum Durchatmen und Abstand gewinnen.

Fechenheimer Waldsee © Stadtbildstelle
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Die Grüne Lunge wird 20 Jahre alt

Im nächsten Jahr wird der Grüngürtel 20 Jahre alt. Bis 1. September läuft noch eine Online-Umfrage, in der die Frankfurter Anregungen für die nächsten 20 Jahre Stadtgrün geben können - mehr als 2000 haben den Fragebogen schon ausgefüllt und ihre Ideen eingebracht. Natürlich wird das Jubiläum von Frankfurts grüner Lunge auch gefeiert werden, unter anderem mit einer Fotoausstellung. Für die läuft zurzeit ein Wettbewerb, an dem sich jeder mit bis zu drei Bildern beteiligen kann. Ein Hauch von Toskana am Berger Hang, Sanddünen mit knorrigen Kiefern oder bizarre Alteichen bei Schwanheim, geheimnisvolle Tümpel im Stadtwald und Niddaaltarme voller Wasserlinsen – an Motiven dürfte es nicht mangeln.

Frankfurt bewirbt sich um den Titel einer europäischen "Green City" - studiert man den Umweltbericht, scheinen die Voraussetzungen dafür nicht ganz schlecht zu sein…

Den Bericht "Umwelt Frankfurt 2010 – Status und Trends" erhält man bei der Bürgerberatung, Römerberg 32, sowie beim Umweltamt:

Telefon: 069/212 39100 - Umwelttelefon
umwelttelefon@stadt-frankfurt.de