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16.04.2018

Trauerwald für Frankfurt, Haushaltsmittel für die Grünpflege, Anpassung an die Tarifsteigerung

Magistrat beschließt Änderung der Friedhofsgebührenordnung

(ffm) Der Magistrat hat in der Sitzung am Freitag eine neue Gebührensatzung für die 36 städtischen Friedhöfe beschlossen. Neben einer Anpassung der Gebühren an die Kostenentwicklung treten auch strukturelle Änderungen ein. So wird mit der neuen Satzung unter anderem die Voraussetzung für die Eröffnung eines Trauerwaldes geschaffen. Bestattungen unter einem Baum gab es schon länger, etwa am Heiligenstock, neu ist aber das Angebot des Trauerwaldes.

Stadträtin Rosemarie Heilig, © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Sandra Mann
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„Mit dem neuen Trauerwald auf dem Oberräder Friedhof reagieren wir auf das wachsende Interesse der Menschen an naturnahen Bestattungen, sagt Umweltdezernentin Rosemarie Heilig. „Der Trauerwald ist fertig gestellt. Mit dem Magistratsbeschluss werden nun die finanziellen Rahmenbedingungen geschaffen.“ Friedhöfe haben aber nicht nur „grünpolitischen Wert“, sie übernehmen auch soziale und kulturhistorische Funktionen und dienen der Erholung.

„Ich bin sehr zufrieden, dass der Stadtkämmerer und nun auch der gesamte Magistrat meinen Vorschlägen gefolgt sind und trotz angespannter Haushaltslage die notwendigen Mittel bereit stellen, damit wir auch künftig unsere Friedhöfe in Schuss halten können. Sie sind einzigartige Kulturgüter, ein bedeutendes Stück Stadtgeschichte und unverzichtbare Naturräume“, sagt Heilig.

Auf den Gebührenzahler selbst kommen mit der Satzung, die nach 2014 nun zum ersten Mal wieder an die Kostenentwicklung angepasst wird, zusätzliche Kosten in etwa in der Höhe zu, die die jährlichen Tarifsteigerungen der letzten vier Jahre ausmachten, also etwas mehr als zwei Prozent pro Jahr. Das macht sich für die verschiedenen Angebote in differenzierter Weise bemerkbar. So erhöhen sich beispielsweise eher günstigere Angebote wie die Beisetzung in einem Urnenreihengrab (inklusive Beisetzung, Nutzung der Trauerhalle und Erwerb der Grabstätte) von 1411 auf 1476 Euro. Das entsprechende Leistungspaket für die teureren Erdwahlgräber als Rasengrab erhöht sich von 2551 auf 3445 Euro.

Die neue Friedhofsgebührensatzung soll vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung zum 1. Juli in Kraft treten.