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14.02.2018

‚Worten müssen Taten folgen‘

Oberbürgermeister Peter Feldmann lädt Umweltministerin Barbara Hendricks nach Frankfurt ein

(kus) Oberbürgermeister Peter Feldmann begrüßt die Initiative dreier Bundesministerien, verstärkt in den ÖPNV zu investieren: „Der ÖPNV ist das umweltfreundlichste und sozialverträglichste Verkehrsmittel. Dazu gehört, dass wir die Fahrpreise weiter senken. Frankfurt hat hier eine Vorreiterrolle mit den Fahrpreissenkungen im RMV und dem günstigen Schülerticket eingenommen. Stand heute sind alleine im RMV-Gebiet über 290.000 Schülertickets verkauft worden. Die andere Seite der Medaille: Bereits heute zählen viele Strecken von und nach Frankfurt zu den am besten ausgelasteten Bahnverbindungen deutschlandweit. Der RMV schreibt eine Erfolgsgeschichte mit zweistelligen Zuwachsraten auf vielen Bahnstrecken, aber diese Entwicklung stößt langsam an ihre Grenzen. Damit das klar ist: Der schnelle Ausbau der Schieneninfrastruktur, die Nordmainische S-Bahn und die Regionaltangente West müssen kommen. Sehr deutlich Fahrpreissenkungen des ÖPNV sind ein Ziel, das ich unterstütze, zugleich darf dies nicht zu noch volleren Bussen und Bahnen und auf Kosten der Qualität erreicht werden. Das Ziel des Bundes, Fahrverbote zu vermeiden, teile ich. Insbesondere für Handwerker, aber auch viele Taxibetriebe, wäre dies eine Katastrophe. Darum muss sich der Bund seiner Verantwortung stellen, um Fahrverbote zu vermeiden.“

Der Oberbürgermeister hat darum die Bundesumweltministerin nach Frankfurt eingeladen, „denn als wachsende Stadt und als Stadt der Pendler, die werktags aufgrund der Arbeitnehmer auf über eine Million Menschen anwächst, bietet sich unsere Stadt und die Region exemplarisch als Modellregion für deutliche Fahrpreissenkungen und den Ausbau der Kapazität an.“

Der Oberbürgermeister bekräftigt sein Ziel weitere Fahrpreissenkungen beim RMV und appelliert nachdrücklich an die Bundesregierung: „Den Worten müssen nun schnell Taten folgen!“

Dies habe der Oberbürgermeister bereits bei seiner Teilnahme am ersten Dieselgipfel im Kanzleramt deutlich gemacht. Dort pochte er auch auf die Verpflichtung der Automobilindustrie, durch das Nachrüsten auch der „Hardware“ dauerhaft den Schadstoffausstoß zu vermindern: „Der Verbraucher darf am Ende nicht der Dumme sein. Zugleich müssen wir den Umstieg auf Busse und Bahnen so attraktiv wie möglich machen.“