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13.02.2018

Vortrag im Institut für Stadtgeschichte: Der Internationale Stil des Neuen Frankfurt

C. Julius Reinsberg, Historiker, © privat
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(kus) Am Montag, 19. Februar, referiert der Geschäftsführer der ernst-may-gesellschaft und Frankfurter Historiker C. Julius Reinsberg zum Thema „Der Internationale Stil des Neuen Frankfurt“ im Karmeliterkloster. Reinsberg erhielt Ende 2017 den Johann Philipp von Bethmann-Studienpreis für seine Dissertation „Der Internationale Stil des Neuen Frankfurt. Zum transnationalen Kulturtransfer in der Architektur-, Stadtplanungs- und Designgeschichte 1925–1960“.

Mit seinem auf dieser Arbeit basierenden Vortrag setzt er die Vortragsreihe „Akteure des Neuen Frankfurt. Biografien aus Architektur, Politik und Kultur“ der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte und des Instituts für Stadtgeschichte fort.

In den 1920er Jahren formierte sich um das städtische Baudezernat in Frankfurt am Main eine Gruppe von Experten, die eine einschneidende Transformation der Stadt anstrebte. Ihr tiefgreifender ideeller Anspruch, das realisierte Bauvolumen und der Stellenwert im öffentlichen Leben sind weltweit einzigartig. In der Darstellung seiner Akteure entstand mit dem Neuen Frankfurt ein mustergültiger Archetyp der modernen Großstadt. Sie agierten damit wie die Macher der Ausstellung The International Style 1932 im New Yorker MoMA, die subjektiv einen Kanon zeitgenössischer Architektur aufstellten, der sich als Inbegriff der architektonischen Moderne in weiten Kreisen durchsetzen konnte.

In den 1930er Jahren musste sich der Frankfurter Anspruch unter Beweis stellen: Diverse Akteure des Neuen Frankfurt migrierten in die verschiedensten Länder und trugen die Neufrankfurter Expertenkultur im Gepäck. Der Vortrag folgt dem Weg des Internationalen Stils des Neuen Frankfurt und fragt nach seinem Wert als kulturelles Exportgut.

Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr im Dormitorium des Karmeliterklosters, Münzgasse 9. Die Teilnahme kostet 4 Euro, ermäßigt 3 Euro. Für Mitglieder der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte ist der Eintritt mit Ausweis frei. Es besteht nur ein begrenztes Platzangebot. Reservierungen sind nicht möglich.