Logo FRANKFURT.de

07.12.2017

Die Salzmänner Irans: Vortrag von Natascha Bagherpour Kashani

Mumie Salzmann 4, Chehrābād, Provinz Zanjan, Westiran, © DBM, Foto: Klaus Stange
Dieses Bild vergrößern.

Das Kulturerbe des Salzmumien-Museums in Zanjan

(kus) Die Entdeckung von sechs Salzmumien und zahlreichen organischen Funden aus dem iranischen Salzbergwerk in Zanjan beschäftigen die Archäologie, die Medizin und viele weitere Wissenschaften. Natascha Bagherpour Kashani, Kustodin am Archäologischen Museum Frankfurt, gibt in einem Vortrag am Mittwoch, 13. Dezember, 18 Uhr, einen Überblick über die spannenden Arbeiten und einen Einblick in die Kooperation zwischen Archäologie und Naturwissenschaften.

In dem iranischen Salzbergwerk Chehrābād, in der Provinz Zanjān, öffnet sich ein Fenster zum prähistorischen Bergbau: In den Jahren 1994, 2004 und 2005 entdeckten Arbeiter und Archäologen die Überreste von mumifizierten Bergleuten, die bei einem Grubenunglück den Tod fanden. Die Katastrophe bedeutet für die Archäologie allerdings eine Sensation. Seit 2009 arbeitet ein internationales Team an der Erforschung dieses unter den Achämeniden (6. bis 4. Jahrhundert vor Chr.) und Sassaniden (4.bis 6. Jahrhundert nach Chr.) betriebenen Bergwerks.

In diesem Jahr wurde zudem ein auf den Grabungsarbeiten aufbauendes konservatorisches und ausstellungsplanerisches Projekt in Federführung des Deutschen Bergbau-Museums Bochum durch die Gerda Henkel Stiftung bewilligt. Das Archäologische Museum Frankfurt ist als weiterer Antragsteller zusammen mit dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum, dem Naturhistorischen Museum Wien und den iranischen Partnern zentral in das Projekt eingebunden.

Seit 2015 betreut Bagherpour Kashani das Grabungsprojekt im Iran und wird auch das neu bewilligte Projekt maßgeblich koordinieren. Ihr Vortrag gibt einen Einblick in die Zusammenarbeit zwischen Archäologie und Naturwissenschaften.

Die Veranstaltung der Historisch-Archäologischen Gesellschaft beginnt um 18 Uhr im Archäologischen Museum, Karmelitergasse 1. Der Eintritt ist frei, Spenden sind jedoch willkommen.