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01.12.2017

Fahrplanwechsel in Frankfurt: Mehr Angebot für mehr Fahrgäste

traffiQ Logo, © traffiQ Lokale Nahverkehrsgesellschaft Frankfurt am Main
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(kus) Am 10. Dezember 2017 ist Fahrplanwechsel. „Die Tendenz des neuen Fahrplanjahres 2018 ist klar: Mehr Leistung, weil sie notwendig ist“, meint Verkehrsdezernent Klaus Oesterling, der Aufsichtsratsvorsitzende der städtischen Nahverkehrsgesellschaft traffiQ. „Unser gutes Nahverkehrsangebot und die steigenden Einwohnerzahlen bescheren uns seit vielen Jahren steigende Fahrgastzahlen. Darauf reagiert traffiQ mit Angebotsausweitungen an vielen Stellen.“ Besonders herauszuheben sind dabei die Verdichtungen auf den Straßenbahnlinien 17 und 18 sowie auf der Buslinie 78, die unter anderem die neuen Baugebiete Rebstock, Preungesheim Ost und das künftige Wohngebiet Lyoner Viertel (früher Bürostadt Niederrad) erschließen.

Rund 230,2 Millionen Fahrten wurden im Jahr 2016 mit Frankfurts U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen durchgeführt. Der bisherige Trend lasse erwarten, dass dieses Rekordergebnis auch 2017 wieder erreicht wird, sagt traffiQ-Geschäftsfüher Hans-Jörg von Berlepsch. Allein auf neun Linien bietet traffiQ durch mehr Wagen oder dichtere Takte mehr Platz für die Fahrgäste. Sieben zusätzliche Busse werden ab 10. Dezember die Frankfurter Fahrzeugflotte ergänzen.

Nachtverkehr auf U- und S-Bahn startet

Besondere Aufmerksamkeit wird aber sicher ein Ereignis finden: „Vor fast 30 Jahren haben wir in Frankfurt am Main den Nachtbus eingeführt – es ist konsequent, dieses Erfolgsmodell nun auf die Schiene in der Region auszuweiten“, sagt der Verkehrsdezernent. Vor Samstagen, Sonntagen und Feiertagen wird der RMV auf den S-Bahn-Linien zukünftig in einer ersten Betriebsstufe die ganze Nacht hindurch verkehren. Wegen der andauernden Bauarbeiten im S-Bahn-Tunnel werden diese S-Bahn-Linien nachts noch nicht durch den Tunnel fahren, sondern am Hauptbahnhof und am Südbahnhof enden. Um diese Stationen mit dem traditionellen Nachtbusknoten zu verbinden, lässt traffiQ zwei U-Bahn-Linien am Wochenende ebenfalls nachts durchfahren: Die Linie U4 wird halbstündlich zwischen Bockenheimer Warte und Seckbacher Landstraße verkehren. Die Linie U8 befährt halbstündlich die Strecke zwischen Südbahnhof, Hauptwache und Heddernheim.

Klaus Oesterling, Verkehrsdezernent, © Foto: Stefan Krutsch, traffiQ Frankfurt am Main
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Für Verkehrsdezernent Oesterling ist dieses Angebot der Einstieg in ein ganz neues Nachtverkehrskonzept. RMV und traffiQ arbeiten bereits an der Planung des kommenden Jahres. Dann soll auch der S-Bahn-Tunnel einbezogen und der innerstädtische Nachtverkehr ausgeweitet werden.

Lohrbergbus fährt wieder

Gute Nachricht für Ausflügler zum Lohrberg: Der beliebte Aussichtsberg soll in den Sommermonaten wieder an Wochenenden mit dem Bus erreichbar sein. Voraussichtlich fährt er ab Karfreitag. „Mit der neuen Linie 83 möchte die Stadt bewirken, dass weniger Menschen mit dem Auto den Lohrberg ansteuern und an schönen Wochenenden regelmäßig für ein Parkchaos sorgen“, erklärte Oesterling.

Verkehrszählungen werden im Netz veröffentlicht

Einen völlig neuen Service bietet traffiQ den an Verkehrspolitik interessierten Bürgerinnen und Bürgern: Die Ergebnisse der jährlichen kontinuierlichen Verkehrszählungen (KONTI) werden ab sofort für jedermann zugänglich ins Internet gestellt. Die KONTI erfasst die Fahrzeugbesetzung auf ausgewählten Streckenabschnitten, die bis auf wenige Ausnahmen alle Linien abdecken. Bei der Auswahl der Zählstellen ist der Streckenabschnitt (Querschnitt) mit der stärksten Fahrgastnachfrage ausschlaggebend. Gezählt wird ausschließlich an repräsentativen Wochentagen, an denen keine Großveranstaltungen oder aufkommensstarke Messen usw. stattfinden. Um eine Einschätzung der Entwicklung zu ermöglichen, sind außerdem alle Zählergebnisse rückwirkend bis 2010 dargestellt. Dabei zeigt sich, dass auf fast allen Linien deutlich ansteigende Fahrgastzahlen zu verzeichnen sind. traffiQ wird auf Grund der Zählungen auch in den nächsten Jahren das Angebot kontinuierlich ausweiten.