Logo FRANKFURT.de

24.11.2017

Frankfurt hat den grünen Daumen

Umweltdezernentin Rosemarie Heilig überreicht den Kreativpreis für Gärtner

(kus) Manche liegen gut versteckt in Hinterhöfen, andere sind weithin sichtbar in Vorgärten oder an Fassaden. Aber es gibt sie, die kleinen Oasen mitten in der Stadt. Und zwar nicht zu knapp. Das hat der Wettbewerb „Frankfurt blüht auf“ eindrucksvoll gezeigt. Fast 200 Bürger haben sich daran beteiligt. Am Freitag hat Umweltdezernentin Rosemarie Heilig die schönsten Beiträge mit dem Kreativpreis für Gärtner geehrt.

Stadträtin Rosemarie Heilig, © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Sandra Mann
Dieses Bild vergrößern.

„Der Kreativpreis in diesem Jahr zeigt quer durch die Stadt wunderbare Beispiele, was am Haus alles möglich ist“, sagte Stadträtin Heilig. „Viele Bürgerinnen und Bürger machen das ja nicht abhängig von Zuschüssen, sondern wollen ihr Zuhause möglichst schön gestalten.“ Dennoch setze man nun neue Anreize für mehr Grün in der Stadt. Im Förderprogramm „Klimaanpassungsmaßnahmen“ stünden in den kommenden fünf Jahren insgesamt zehn Millionen Euro zur Verfügung, unter anderem für die Begrünung von Dächern, Fassaden und Hinterhöfen.

Am Gebäude der Siegerinnen des Kreativpreises, einer Hausgemeinschaft der Gabelsbergerstraße 9 im Nordend, überreichte Stadträtin Heilig einen Scheck in Höhe von 500 Euro. Der zweite Preis (400 Euro) ging an eine Grüngestaltung in der Kronberger Straße 19 (Westend). Den mit 300 Euro dotierten dritten Rang belegte der Vorgarten des Gebäudes Lenaustraße 72 (Nordend). Jeweils ein Grüngürtel-Tier erhielten die Freizeitgärtner aus der Antoniterstraße 7 in Höchst und aus der Oppenheimer Straße 44 (Sachsenhausen).

In ihrer Laudatio hob Barbara Vogt von der KulturRegion FrankfurtRheinMain den Wert der preisgekrönten beispielhaften Gärten für alle Bürger hervor. „Diese Vorgärten, begrünten Hauswände oder Troggärten zeigen, dass es auch anders geht, als seinen Vorgarten mit Schotter und einer Buchskugel zu „bepflanzen“. Die Gärtner schöpfen aus der Fülle der Frühjahrsblüher, Stauden, Kletterpflanzen, Sträucher und Bäume um auf kleinster Fläche zu gestalten. Damit geben sie allen Vorübergehenden einen Moment der Schönheit und des Innehaltens.“

„Wir sehen uns in der Verantwortung, unsere Stadt aktiv zu einem lebenswerten Umfeld zu gestalten“, meinte Peter Dommermuth, Leiter des Umweltamtes. Dazu habe man im Umweltamt das Konzept des „Speichen und Strahlenplans“ – der Weiterentwicklung des GrünGürtels – nach außen mit den Strahlen und nach innen mit den Speichen - erarbeitet. Zur Belebung dieser Idee brauche es Vorbilder wie die des Kreativpreises.