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06.11.2017

Frankfurter Netzwerk für Suizidprävention (FRANS) gewinnt Hessischen Gesundheitspreis

Die Preisträger des Hessischen Gesundheitspreises in der Kategorie 'Gesund Bleiben': (l-r) Maren Kochbeck (Selbsthilfe e.V.), Dr. Christiane Schlang (Gesundheitsamt Frankfurt am Main), Walter Kohl (FRANS-Schirmherr), Alexandra Dippel (Gesundheitsamt Frankfurt am Main), Stefan Grüttner (Hessischer Minister für Soziales und Integration), Franz Biebl (Sozialwerk Main Taunus), Inga Beig (Gesundheitsamt Frankfurt am Main), Manuela See (Jugend- und Sozialamt Frankfurt am Main), Prof. Dr. Volker Beck (Laudator, Hochschule Darmstadt), 2. November 2017, © Gesundheitsamt Frankfurt am Main
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(kus) Zum sechsten Mal wurde am Donnerstag, 2. November, in Wiesbaden der Hessische Gesundheitspreis verliehen. Im Fokus stehen seit 2012 jedes Jahr erfolgreiche, innovative Modelle und Projekte, die Prävention und Gesundheitsförderung zum Ziel haben und das Potenzial aufweisen, auf Landesebene als Best-Practice-Beispiele zu fungieren.

In der Kategorie „Gesund Bleiben“ überzeugte das Frankfurter Netzwerk für Suizidprävention (FRANS) die neunköpfige Jury. Stefan Grüttner, der hessische Minister für Soziales und Integration, überreichte den Koordinatorinnen Christiane Schlang und Inga Beig vom Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt, Alexandra Dippel, Leiterin der Abteilung Psychiatrie des Gesundheitsamtes, dem Schirmherrn Walter Kohl sowie einigen stellvertretenden Netzwerkmitgliedern in einer feierlichen Zeremonie im Hessischen Landtag den mit 2.000 Euro dotierten Preis. Der Laudator Prof. Volker Beck von der Hochschule Darmstadt betonte in seiner Ansprache die Wichtigkeit der Entstigmatisierung des Themas Suizid.

Stadtrat Stefan Majer, Gesundheitsdezernent der Stadt Frankfurt, der die Arbeit des Netzwerks unterstützt und auch viele Veranstaltungen persönlich begleitet, gratulierte den Projektverantwortlichen. „Ich freue mich sehr, dass dieses wichtige Projekt zur Suizidprävention den Hessischen Gesundheitspreis gewonnen hat. Angesichts der erschreckend hohen Zahl von jährlich 10.000 Suizidtoten in Deutschland und zirka 90 in Frankfurt leistet FRANS einen bedeutenden Beitrag, für das immer noch stark tabuisierte Thema Suizid zu sensibilisieren und Betroffenen zu vermitteln: Es gibt Hilfe!“

FRANS wurde 2014 auf Initiative des Frankfurter Gesundheitsamtes gegründet und ist ein Zusammenschluss von mehr als 70 Frankfurter und überregionalen Institutionen sowie Organisationen, in deren beruflichen Alltag suizidales Verhalten und das Thema Suizidprävention eine Rolle spielen. Ziele des Netzwerks sind die Weiterentwicklung umfassender Hilfs- und Bewältigungsangebote in Frankfurt und Umgebung, die Sensibilisierung von Bevölkerung und Professionellen für das Thema, die Entstigmatisierung des Themas Suizid und psychischer Erkrankungen im Allgemeinen, die Verbesserung der Datenlage zu Suiziden in Frankfurt sowie die Senkung der Suizidzahlen in Frankfurt. Zu diesem Zweck treibt FRANS beispielsweise die Vernetzung aller relevanten Akteure voran, organisiert Fortbildungen und Veranstaltungen sowie Infostände für die Öffentlichkeit.

Weitere Informationen zum Netzwerk sowie seinen Aktivitäten und Hilfsangeboten in Frankfurt finden sich auf der Website von FRANS.