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02.11.2017

Start für Sanierungsprogramm der Industriestraßen

Ansicht_Altstadt Frankfurt mit Skyline, © Jochen Ditschler, Stadt Frankfurt am Main
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(kus) Der Industrie- und Gewerbestandort Frankfurt wächst stetig. Das zeigt sich auch an dem hohen Verkehrsaufkommen in den Industriegebieten. Hier rollen besonders häufig schwere Lastwagen über die Straßen und schädigen langfristig die Bausubstanz. Mit dem Programm „Industriestraßen“ startet der Magistrat ab 2018 umfassende Sanierungsmaßnahmen. Oberbürgermeister Peter Feldmann und die Stadträte für Verkehr und Wirtschaft, Klaus Oesterling und Markus Frank, haben das Programm am Donnerstag, 2. November, im Industriegebiet Fechenheim vorgestellt sowie den Zeit- und Maßnahmenplan erläutert.

„Das Investitionsprogramm ‚Industriestraßen‘ ist ein weiterer Meilenstein, um die Stellung der Stadt Frankfurt als internationalen Wirtschaftsstandort zu stärken“, betonte Oberbürgermeister Feldmann. „Wir haben hier viele Firmen und es siedeln sich täglich neue an. Dass ihnen eine funktionierende und sichere Infrastruktur zur Verfügung steht, dafür sorgen wir. Mit Hilfe regelmäßiger Ortsbegehungen und der Datenbank ‚Pavement Management‘ ermittelt die Stadt Frankfurt den Zustand der Stadtstraßen und stellt fest, wo Sanierungen dringend nötig sind.“

Die Auswertung hat ergeben, dass hauptsächlich die Industriegebiete in Seckbach und Fechenheim-Nord sowie im Oberhafengebiet um die Kreuzung Uhlfelder Straße/Carl-Benz-Straße/Adam-Opel-Straße und in der Daimlerstraße betroffen sind. In Nieder-Eschbach müssen die Genfer Straße und Berner Straße, in Griesheim die Fritz-Klatte-Straße sowie am südlichen und östlichen Rand des Osthafengebiets die Franzius- und Intzestraße saniert werden.

Klaus Oesterling, Verkehrsdezernent, © Foto: Stefan Krutsch, traffiQ Frankfurt am Main
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Verkehrsdezernent Klaus Oesterling sagte: „Die Kosten der Sanierung übersteigen die Aufwendungen für die laufende Unterhaltung der Stadtstraßen deutlich. Daher ist es nötig, das Programm über Sondermittel aus dem Investitionsprogramm (IPG) zu finanzieren. Der erste Schritt ist getan: Wir haben die Mittel für die Investitionsplanung der nächsten Jahre ab 2018 eingeplant.“

Der Magistrat hat zu den Haushaltsberatungen, in denen über das IPG entschieden wird, ab dem kommenden Jahr Sanierungsmittel für Industriestraßen vorgesehen. Von 2018 bis 2021 sollen jährlich 1,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Die Jahresraten werden je nach Fortschritt der Planungen und Kosten für den Bau angepasst. Das Programm ist langfristig geplant und soll auch nach dem Jahr 2021 weitergehen. Über den kommunalen Etat entscheidet die Stadtverordnetenversammlung voraussichtlich im März 2018.

Radwegenetz ebenfalls berücksichtigt

„Mit dem Programm investieren wir in die Zukunft und Wettbewerbsfähigkeit unserer Stadt. Durch den Sanierungsstau der letzten Jahre besteht dringender Handlungsbedarf, die Industriegebiete für die ansässigen und künftigen Unternehmen zu attraktivieren. Sobald die Mittel bewilligt sind, geht es direkt los“, sagte Wirtschaftsdezernent Frank.

Welche Straßen in dem Sanierungsprogramm Priorität haben, klärt der Magistrat derzeit ämterübergreifend. Gleichzeitig prüft er, wo größere Umgestaltungen angebracht sind, welche Maßnahmen man bündeln und wo sich kosten- und zeitsparend im sanieren lässt.

Mit dem Investitionsprogramm „Industriestraßen“ will die Stadt Frankfurt zudem Synergieeffekte nutzen: Bereits 2015 hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, die Entwicklung eines nachhaltigen Gewerbegebiets Fechenheim-Nord/Seckbach voranzutreiben. Ein wichtiger Baustein ist die Infrastruktur. Ein modernes Straßenbild, das den Anforderungen und Bedürfnissen aller Verkehrsteilnehmer und Anlieger entspricht, trägt dazu bei, die Attraktivität des Industriegebiets zu steigern und langfristig als Standort zu sichern.

Bei geeigneten Straßenabschnitten berücksichtigt die Stadt auch den Ausbau des Radwegenetzes in den Planungen. Es ist vorgesehen, bis Ende 2018 eine Projektskizze mit ganzheitlichem Blick auf den Radverkehr in den Industriegebieten zu entwickeln und sich damit an dem Bundeswettbewerb „Klimaschutz durch Radverkehr“ zu beteiligen. Hier werden Projekte mit Fördermitteln belohnt, die Modellcharakter in der radverkehrsfreundlichen Umgestaltung des Straßenraums haben oder die Radverkehrssituation in einem klar abgegrenzten Gebiet dauerhaft aufwerten.