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25.10.2017

Stadt Frankfurt tritt dem Verein der Luminale bei

Rossmarkt, © luminale Foto: Oliver Blum
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(kus) Anschub für die Luminale: Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat den Beitritt der Stadt zum Verein Luminale beschlossen. Das teilte der Vereinsvorstand nach seiner Mitgliederversammlung im künftigen Festivalzentrum im Instituto Cervantes vom 13. Oktober mit.

„Die Luminale ist ein Teil Frankfurts geworden. Der Beitritt ist ein klares Bekenntnis zur Luminale, die nicht nur spektakuläre Lichtinstallationen bietet, sondern sich auch verschiedenen gesellschaftlichen Themen widmet“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann.

„Der Verein hatte sich im Juni dieses Jahres gegründet, um die Luminale als ,Biennale für Lichtkunst und Stadtgestaltung‘ zu fördern und insbesondere Künstler und Kreative bei der Umsetzung ihrer Werke im Rahmen der Veranstaltung zu unterstützen“, erläutert der Oberbürgermeister. Mit der neuen, gemeinnützigen Organisation wird ein wichtiger Grundstein für die Zukunft der beliebten Veranstaltung gelegt. Langfristig soll die Luminale von einer breiten Interessengemeinschaft getragen und auf ein solides finanzielles Fundament gestellt werden.

Wolfgang Marzin, Geschäftsführer der Messe Frankfurt GmbH, © Foto: Pietro Sutera/Messe Frankfurt
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Begründet wurde die Luminale im Jahr 2002 durch die Messe Frankfurt, die seither das Festival umfangreich fördert und unterstützt. Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, betont: „Ich freue mich sehr darüber, dass die Luminale nun durch die thematische Öffnung und die Erschließung einer noch breiteren Interessensgemeinschaft neue starke Impulse für die Zukunft bekommt. Damit sind Nachhaltigkeit, internationale Ausstrahlung und langfristiger Erfolg gesichert.“

Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main hat kürzlich zugesagt, den Programmbereich Solutions zu fördern. Hier lädt die Luminale renommierte Experten und Bürger zum interdisziplinären Dialog und Diskurs über Zukunft und Stadt ein. Im Mittelpunkt stehen die Themen Umwelt, Architektur, Sicherheit, Mobilität und Menschen. Veranstaltungsort ist das Festivalzentrum im Frankfurter Instituto Cervantes (das ehemalige Amerika-Haus). Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft sagt dazu: „Wir begrüßen die Neuausrichtung der Luminale, sich neben der Präsentation von Lichtkunst auch wichtigen Themen der Stadtgesellschaft zu öffnen und die Bürger stärker einzubeziehen.“

Darüber hinaus haben weitere Wirtschaftsunternehmen und Institutionen ihre Unterstützung zugesichert, unter anderem die AGB Holding, die DomRömer GmbH und das bereits genannte Instituto Cervantes.

Sie haben die Oper in Sydney, die Christusstatue in Rio de Janeiro oder die Notenbank in Weimar lichtkünstlerisch in Szene gesetzt. Jetzt wollen sie mit ihren Arbeiten Frankfurt „erleuchten“: 70 Künstler und Kreative aus neun Ländern haben sich im Rahmen des „Call for Art“ um eine Beteiligung an der Luminale beworben. Als Ausgangspunkt für die Einreichungen hatte das Luminale-Büro eine Übersicht von aktuell 28 „Places of Interest“ zusammengestellt, an deren Inszenierung das Festival besonderes Interesse hat.

Dazu zählen markante Wahrzeichen wie der Römer, das DomRömer-Quartier, Frankfurts neue Mitte, aber auch eher unbekannte, verborgene Orte sowie Spielstätten im benachbarten Offenbach. Möglichst viele dieser Orte sollen dann auf einem aufmerksamkeitsstarken „Light Walk“ fußläufig miteinander verbunden werden.

Bis zum 30. November können noch Projekte für die Kategorie Community sowie Study eingereicht werden. Der Open Call in den Kategorien Better City sowie Solutions endete am 30. September.

Alle Informationen und die Ausschreibungsunterlagen gibt es auf der Website zur Luminale Frankfurt.

Mit rund 200.000 Besuchern zählt die Luminale zu den größten Veranstaltungen in Frankfurt und der Region Rhein-Main. Zeitgleich zur internationalen Fachmesse Light + Building findet das Lichtfestival alle zwei Jahre statt. Begründet wurde die Luminale im Jahr 2002 durch die Messe Frankfurt, die seither das Festival umfangreich fördert und unterstützt.

Vom 18. bis 23. März 2018 geht die Luminale mit einem neuen Konzept an den Start. Frankfurt und Offenbach werden nicht nur Bühne für die Lichtkunst, sondern selbst auch Gegenstand des Festivals sein. Die Luminale positioniert sich als Biennale für Lichtkunst und Stadtgestaltung mit dem Ziel, an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Urbanität einen Impuls für die Positionierung der Stadt als attraktiver Zukunftsstandort und „creative hub“ zu geben.