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01.10.2017

Städtebaulicher Ideenwettbewerb zu den Frankfurter Günthersburghöfen entschieden

Ausschnitt des Siegermodells von tobeStadt/Stefan Bernard Landschaftsarchitekten/Kölling und Voigt Architekten BDA zum städtebaulichen Ideenwettbewerb zu den Frankfurter Günthersburghöfen, September 2017, © Stadt Frankfurt
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Beitrag von ‚tobeSTADT/Stefan Bernard Landschaftsarchitekten/Kölling und Voigt Architekten BDA‘ setzt sich gegen fünf Konkurrenten durch

(kus) Der städtebauliche Ideenwettbewerb zu den Frankfurter Günthersburghöfen ist entschieden: Das Preisgericht entschied sich am Samstagabend, 30. September, für den Beitrag von tobeSTADT/Stefan Bernard Landschaftsarchitekten/Kölling und Voigt Architekten BDA.

„Der Entwurf zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass das Frankfurter Nordend mit seiner charakteristischen Blockrandstruktur ‚weitergebaut‘ und gleichzeitig ein beachtlicher Anteil der vorhandenen Bäume erhalten werden kann. Zudem bietet er die Möglichkeit für eine kleinteilige Parzellierung, die wir als Stadt wahrnehmen wollen“, betont Planungsdezernent Mike Josef. „Zu dem ursprünglich geplanten Grünzug zwischen Wasserpark und Günthersburgpark kommt ein weiterer Gartenpark mit einer städtischen Promenade und klaren Raumkanten dazu“, so Mike Josef. Der erste Preis ist mit 45.000 Euro dotiert.

„Die Arbeit respektiert auf innovative und besondere Art und Weise die Qualität des Ortes und reagiert kreativ auf die Herausforderungen der Aufgabenstellung“, sagt Ferdinand Heide, Vorsitzender des Preisgerichts.

„Der Entwurf hat einen hohen Grünanteil mit angrenzender ‚Wildnis‘, die zu positiven klimatischen Wechselwirkungen im Quartier führt“, sagt der Stadtklimatologe Prof. Dr. Lutz Katzschner.

Den Ideenwettbewerb hatte das Stadtplanungsamt für den rund 20 Hektar großen Bereich des Bebauungsplans Nr. 880–Friedberger Landstraße/Südlich Wasserpark ausgelobt. Gefragt waren Entwürfe, die Klimaschutz, ein innovatives Energiekonzept, eine ausgewogene soziale Durchmischung mit urbaner Mobilität verbinden. Ein Hauptaugenmerk sollte auch darauf gelegt werden, wie das vorhandene Grün im Sinne einer „doppelten Innenentwicklung“ in die Planung integriert werden kann. Das nun ausgewählte städtebauliche Konzept soll als Grundlage für das weitere Bebauungsplanverfahren sowie die anschließende Realisierung des Gebietes dienen.

Am 23. Juni 2017 hatten sechs Büros im Rahmen eines Bürgerdialogs, der mit der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit zum Bebauungsplanverfahren kombiniert wurde, ihre ersten Ideen und Konzepte vorgestellt und mit den Bürgern diskutiert. Bürger hatten so die Möglichkeit, zu einem sehr frühen Zeitpunkt des Verfahrens Ideen und Kritikpunkte in den Planungsprozess einzubringen. Anregungen, Wünsche und konstruktive sowie kritische Anmerkungen zu den Planungsideen fanden Eingang in die weitere Bearbeitung der Entwurfsideen.

Vor der Prämierung in einer nichtöffentlichen Preisgerichtssitzung hatte am Samstag, 30. September, von 9.30 bis 13 Uhr, eine weitere öffentliche Veranstaltung zum Ideenwettbewerb im Frankfurter Planungsdezernat stattgefunden, bei der die Entwürfe und Konzepte der Büros mit der interessierten Öffentlichkeit diskutiert wurden.

„Aus meiner Sicht resultiert die Qualität der nun vorliegenden Planung ganz wesentlich aus der kritischen Auseinandersetzung, die wir im vergangenen Jahr mit Politik und Bürgerschaft geführt haben“, sagt Mike Josef.

Am Wettbewerb teilgenommen hatten folgende Büros und Planergemeinschaften: Die Planergemeinschaft tobe Stadt, Stefan Bernard, Kölling und Voigt Architekten BDA, das Büro KH Studio, die Planergemeinschaft Faktorgrün, Rolf Disch Solararchitektur und Thomas Schüler Architekten, das Büro raumwerk, die Planergemeinschaft Florian Krieger und Grabner, Huber, Lipp sowie die Planergemeinschaft BJP Bläser, Jansen und Partner und Treibhaus Landschaftsarchitektur.

Nach den Herbstferien wird im Planungsdezernat der Stadt Frankfurt zu dem Wettbewerb eine Ausstellung gezeigt.