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22.09.2017

,Fairänderung‘ in Frankfurt

Stadt richtet neue ,Koordinierungsstelle Fairtrade‘ beim Dezernat Personal und Gesundheit ein

(kus) Die Stadt Frankfurt richtet eine „Koordinierungsstelle Fairtrade“ ein. Oberbürgermeister Peter Feldmann unterzeichnete am Freitag, 22. September, eine entsprechende Verfügung: „Bis zum 29. September findet jetzt die ,Faire Woche‘ statt. Passend dazu wollen wir auch in Frankfurt ein Signal für fairen Welthandel setzen. Die Stadt Frankfurt am Main ist seit Anfang 2011 Fairtrade-Town. Mit dem durch Fairtrade Deutschland (TransFair e.V.) verliehenen Titel soll der Handel mit fair produzierten Waren in der Stadt Frankfurt sichtbar gemacht und durch das Engagement der Stadt gestärkt werden“, sagt Feldmann.

„Unsere Stadt ist seit Jahren als Fairtrade-Stadt aktiv und ich bin sicher, dass wir mit Eigeninitiativen, guten Ideen und mehr Öffentlichkeitsarbeit noch besser werden können“, findet Personaldezernent Stefan Majer. „Zweifelsohne hat die öffentliche Hand insbesondere in der Beschaffung eine Vorbildfunktion, zumal gerade mit einem derart großen Auftragsvolumen auch das Marktangebot entsprechend beeinflusst werden kann. Die Einhaltung von Sozialstandards und fairer Entlohnung sorgen für Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, sowohl regional als auch global. Faire Löhne können hierbei nicht nur ein Beitrag gegen Fluchtursachen sein, sondern auch zur Entlastung unserer Sozialausgaben führen“, führt der Stadtrat weiter aus, der bei der diesjährigen „International Fair Trade Towns Conference“ in Saarbrücken vor Ort viele Eindrücke mitnehmen konnte.

Ein wichtiges Organ der Fairtrade-Town-Kampagne ist die Steuerungsgruppe mit Mitgliedern aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik, zuständig für die Koordination der Aktivitäten vor Ort. Ihre Unterstützung durch die Stadt ist Oberbürgermeister Peter Feldmann besonders wichtig. Deshalb regelt er die Zuständigkeit für Fairtrade bei der Stadt neu: Mit sofortiger Wirkung wird Stadtrat Majer die Federführung für das Thema Fairtrade bei der Stadtverwaltung der Stadt Frankfurt am Main übernehmen und eine mit zwei Stellen ausgestattete „Koordinierungsstelle Fairtrade“ einrichten.

„Auch die Stadtverwaltung sollte ihren Beitrag zum fairen Handel als Mittel gegen Armut und Hunger auf der Welt leisten. Ich bin zuversichtlich, dass der Personaldezernent die Aufgabe engagiert übernimmt, damit alle Ämter und alle städtischen Betriebe den Einsatz von fair produzierten Waren stärken“, sagt Oberbürgermeister Feldmann.

Majer bedankt sich für das in ihn gesetzte Vertrauen: „Der verstärkte Einsatz von nachhaltig produzierten und gehandelten Produkten in der Stadt ist eine Querschnittsaufgabe, wo die Mithilfe aller Magistratskolleginnen und -kollegen gefragt ist.“ Er vertraue in das jetzige Engagement Vieler in der Stadtverwaltung und blickt zuversichtlich auf die neueingerichtete „Koordinierungsstelle Fairtrade“, die das Thema Fairtrade systematisch bearbeiten und organisieren wird.