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07.09.2017

Kommunalen Austausch auf internationaler Ebene fördern

Bürgermeister Uwe Becker, © Foto: Leandra Weber
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Bürgermeister Uwe Becker vertritt Frankfurt bei internationaler Städtekonferenz in Tel Aviv

(kus) In Frankfurts israelischer Partnerstadt Tel Aviv findet derzeit die internationale Städtekonferenz zu Fragen der Zukunft der großen Städte und Metropolregionen der Welt statt. Frankfurt am Main wird dabei, wie bereits im Vorjahr, von Bürgermeister Uwe Becker vertreten.

Auf kommunaler Ebene tauschen sich Vertreter verschiedener Großstädte und Metropolregionen aus und diskutieren über die Rolle der Städte und die Herausforderungen der Zukunft. Fragen der Integration, der Bildung und der nachhaltigen Entwicklung, aber auch Themen wie die öffentliche Sicherheit und die strategische Ausrichtung stehen im Mittelpunkt des Treffens.

Gemeinsam mit Tel Avivs Oberbürgermeister Ron Huldai und dem ehemaligen Premierminister Griechenlands, Giorgos Papandreou, diskutierte Becker bei der Auftaktveranstaltung über eben diese Herausforderungen der großen Städte und Metropolregionen der Welt.

„Bei allem Wettbewerb der Städte ist der Dialog miteinander unheimlich wichtig. Durch den persönlichen Austausch wächst das Verständnis füreinander. Viele Großstädte stehen vor ähnlichen Herausforderungen und können voneinander lernen. Die Zukunft findet in den Städten statt und dafür sind die richtigen Weichen zu stellen. Gemeinsam können wir etwas für eine gesunde Zukunft erreichen“, betont Bürgermeister Uwe Becker.

Der globale Austausch für eine bunte und offene Gesellschaft hilft aber auch der Stadt, auf den Erfahrungen beispielsweise beim demografischen Wandel oder in Sachen Integration anderer Kommunen aufzubauen.

Einige der großen Herausforderungen liegen im schnellen Wachstum der Städte begründet und dem daraus folgenden steigenden Preisdruck auf den Wohnungsmarkt. Die Stadt Frankfurt am Main ist seit Jahresbeginn 2017 allein um 0,9 Prozent, sprich um 6598 auf insgesamt 736.222 Einwohner angewachsen.

Im internationalen Vergleich haben sich die Anstrengungen, die Frankfurt am Main seit vielen Jahren in unterschiedlichen Bereichen, von der Bildung über den Klimaschutz bis hin zum Wohnungsbau unternimmt, ausgezahlt. Die Stadt erfährt international viel Anerkennung bei der Bewältigung der zukunftssichernden Aufgaben.

„Frankfurt nimmt die Herausforderungen einer wachsenden Stadt an. Die Stadt hat erheblich in den Wohnungsbau, in Bildung, den öffentlichen Nahverkehr und die kommunale Infrastruktur investiert. Aber nicht alle kommenden Aufgaben kann eine Kommune allein bewältigen. Wichtig ist dabei das Zusammenspiel mit den nationalen Regierungen und den Landesregierungen. Gerade bei der Finanzierung wichtiger Infrastrukturprojekte brauchen die Städte Unterstützung“, führt Becker aus. „Neben einer nachhaltigen Infrastruktur bedarf es für eine gesunde Zukunft jedoch auch eines starken sozialen Zusammenhalts in der Gesellschaft.“

Frankfurt am Main pflegt zudem mit seiner Partnerschaft zu Tel Aviv eine besondere Nähe zu Israel und hat diese besondere Beziehung in den zurückliegenden Jahren immer weiter ausgebaut. Bekannt als weltoffene und tolerante Stadt hat Frankfurt im Sommer dieses Jahres ein Zeichen gesetzt. Der Magistrat der Stadt verabschiedete am 25. August 2017 die Vorlage von Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker für ein entschiedenes Vorgehen gegen die antisemitische BDS-Bewegung in Frankfurt. Im Gespräch mit Vertretern des israelischen Ministeriums für öffentliche Sicherheit und strategische Angelegenheiten erfuhren die Stadt Frankfurt und Bürgermeister Uwe Becker hierfür große Anerkennung. Frankfurt habe hiermit eine Vorreiterrolle eingenommen und geht mit gutem Beispiel voran, dem andere Städte in der Welt folgen sollten.

Seit über zehn Jahren versucht die BDS-Bewegung (Boycott, Divestment, Sanctions), den Staat Israel international zu isolieren und ruft in vielen Ländern zunehmend zu Boykottmaßnahmen auf. „Statt BDS muss es BIS heißen, Buy, Invest and Support Israel", sagt Uwe Becker bei der Konferenz. „In einer toleranten Stadt wie Frankfurt am Main, die für demokratische Werte eintritt, ist für Diskriminierung kein Platz.“