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07.09.2017

Von Wählerwanderungen, Briefwählern und der Wahlenthaltung

Stadtrat Jan Schneider, Porträt, 2014, © Foto: Alexander Paul Englert
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(kus) Im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 stellt Stadtrat Jan Schneider die neue Ausgabe der Frankfurter Statistischen Berichte mit dem Themenschwerpunkt Wahlen vor.

Die Wahlberichterstattung am Wahltag ist ein wichtiges Aufgabenfeld der Kommunalstatistik. Interessant sind aber auch langfristige Entwicklungen und neue Methoden zur Analyse des Wahlverhaltens. So berechnete die Frankfurter Statistik erstmals eine Wählerwanderungsanalyse.

„2016 fanden die Stadtverordneten- und Ortsbeiratswahlen statt, in diesem Jahr wählen wir den Bundestag neu. 2018 stehen die Wahl der Oberbürgermeisterin beziehungsweise des Oberbürgermeisters sowie die Landtagswahl an. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass sich die Frankfurter Statistischen Berichte 2017 hauptsächlich dem Thema Wahlen widmen“, erläutert Stadtrat Jan Schneider die Schwerpunktsetzung.

Als Neuerung wird in den Berichten eine Wählerwanderungsanalyse am Beispiel der Bundestagswahl 2013 im Vergleich zur Bundestagswahl 2009 vorgestellt. „Der Gemeinschaft der deutschen Städtestatistiker ist es gelungen, ein gemeinsames und wissenschaftlich abgesichertes Verfahren für die Wählerwanderungsanalyse zu entwickeln“, sagt Jan Schneider und hebt hervor: „Damit können wir die Wählerströme zum ersten Mal analysieren, spannend vor allem auch im Hinblick auf die unmittelbar bevorstehende Bundestagswahl.“

Bei den Stadtverordnetenwahlen in Frankfurt sind zwei eindeutige Trends zu beobachten: Die Briefwahl sowie die Wahlenthaltung nehmen zu. Zwei Artikel der Berichte beschäftigen sich mit diesen Phänomenen. Trends lassen sich nur in einer langfristigen Betrachtung erfassen, bei der Briefwahlbeteiligung geht diese zurück bis 1972. In diesem Jahr war erstmals bei der Stadtverordnetenversammlung die Stimmabgabe unter Umschlag möglich. Die Analysen der Briefwahl sowie der Wahlenthaltung auf Ebene der Wahlbezirke geben darüber hinaus Einblick in deren räumliche Verteilungsmuster seit der Jahrtausendwende.

„Wenige Wochen vor der Wahl liefert die Frankfurter Statistik mit den Frankfurter Statistischen Berichten 2017 sehr interessantes und wichtiges Material für die Analyse von Wahlergebnissen“, stellt Stadtrat Schneider abschließend fest.

Die Frankfurter Statistischen Berichte 2017 stehen unter http://www.frankfurt.de/statistische_berichte als kostenloses PDF-Download zur Verfügung.