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11.08.2017

Frankfurt am Main zweigeteilt: die Bundestagswahlkreise 182 und 183

Stadtrat Jan Schneider stellt die Wahlkreisportraits in der Reihe „frankfurt statistik aktuell“ vor

(kus) Zwei Bundestagswahlkreise, 21 Direktkandidatinnen und –kandidaten sowie 419.925 deutsche Einwohner mit Hauptwohnung: Das sind die Frankfurter Eckzahlen zur Bundestagswahl 2017 am Sonntag, 24. September. Eine nähere Betrachtung zeigt, dass die beiden Wahlkreise strukturell unterschiedlich sind.

„Noch wissen wir nicht, wie viele Personen genau am Wahlsonntag bei der Wahl zum 19. Bundestag in Frankfurt wahlberechtigt sein werden. Hinweise liefert aber die sogenannte Wahlbevölkerung, die volljährigen Deutschen mit Hauptwohnung in Frankfurt“, erklärt Stadtrat Jan Schneider und ergänzt: „Aktuell stehen die Zahlen vom Jahresende 2016 zur Verfügung. Die Zahl der Wahlberechtigten wird voraussichtlich darüber liegen.“

Stadtrat Jan Schneider, © Foto: Petra Bruder, Stadt Frankfurt am Main
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Im Bundestagswahlkreis 182, der sich im Nordwesten der Stadt befindet, lebt etwas weniger als die Hälfte der Wahlbevölkerung (197.946). 52,9 Prozent sind im Bundestagswahlkreis 183 und damit im Süden, Osten und Nordosten der Stadt gemeldet (221.979). „Im Wahlkreis 182 treffen die Kandidatinnen und Kandidaten eher auf jüngere Wählerinnen und Wähler als im Wahlkreis 183“, stellt Jan Schneider fest. 9,5 Prozent der Wahlbevölkerung sind im Wahlkreis 182 zwischen 18 und 24 Jahre alt, im Wahlkreis 183 liegt die Quote bei 7,9 Prozent.

Mit 38,5 Quadratmeter Wohnfläche pro Kopf steht den Menschen im Bundestagswahlkreis 183 etwas mehr Wohnfläche zur Verfügung als im Wahlkreis 182. „Hier liegt die Pro-Kopf-Wohnfläche um 2,8 Quadratmeter niedriger“, erläutert Stadtrat Schneider.

Die Besuchsquote von Kindern im Alter von bis zu fünf Jahren in Kindertageseinrichtungen liegt im Wahlkreis 182 höher als im Wahlkreis 183. Dagegen unterscheiden sich die Wahlkreise bei den Übergängen auf weiterführende Schulen nicht.

Differenzen treten wiederum beim Verdienst der sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten auf. Niedrige Bruttoarbeitsentgelte werden eher im Bundestagswahlkreis 182 erzielt. 15,1 Prozent verdienen maximal 2000 Euro und 28,6 Prozent mehr als 5000 Euro. Ein solch hohes Entgelt beziehen im Wahlkreis 183 im Vergleich 33,4 Prozent und bis zu 2000 Euro 11,7 Prozent.

„An den Zahlen wird deutlich, dass die beiden Bundestagswahlkreise unserer Stadt strukturell deutliche Unterschiede aufweisen“, zieht Jan Schneider das Resümee aus den Strukturdaten.

Die Ausgaben 13 und 14/2017 der „frankfurt statistik aktuell“ stehen unter http://www.frankfurt.de/statistik_aktuell als kostenlose PDF-Downloads zur Verfügung.