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14.06.2017

„Sicherheit steht auf unserer Agenda ganz oben“

Alte Häuserfassaden und Bankentürme im Bahnhofsviertel, Juli 2013, © Foto: PIA/Stefan Maurer
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Städtische Bilanz von Stadtrat Markus Frank, Präventionsrat und Stadtpolizei

(kus) Nach 150 Tagen Sonderkoordination für mehr Sicherheit ist es Zeit, Bilanz zu ziehen. „Ich freue mich, dass es eine gute Entwicklung im Bahnhofsviertel gibt“, sagte Sicherheitsdezernent Markus Frank am Mittwochvormittag anlässlich eines Presserundgangs.

Nachdem der Stadtrat vor 150 Tagen den Leiter der Geschäftsstelle des Präventionsrates, Klaus-Dieter Strittmatter, zum Sonderkoordinator im Bahnhofsviertel benannt hatte, sind viele Maßnahmen zu mehr Sicherheit in Angriff genommen und auch schon einige Maßnahmen konkret umgesetzt worden. Ein Masterplan mit fast 50 Maßnahmen ist nach dem Sicherheitsspitzengespräch, das Stadtrat Markus Frank im Oktober 2016 im Römer initiiert hatte, entstanden. Weitere Projekte sind noch in der Umsetzungsplanung.

Neben dem Sonderkoordinator setzen sich viele weitere Akteure und Mitwirkende, wie Polizei- und Ordnungsbehörden, Deutsche Bahn und städtische Institutionen, aber auch Geschäftsleute und Anwohner, seit Monaten für mehr Sicherheit im Bahnhofsviertel ein. „Es ist wie im Mannschaftssport, ein Zusammenspiel vieler Einzelspieler, das koordiniert werden muss, um gemeinsam das Spiel zu gewinnen – eine geschlossene Mannschaftsleistung“, beschreibtg Stadtrat Markus Frank die Sonderkoordination für organisierte Sicherheit im Bahnhofsviertel treffend.

So berichtete Klaus-Dieter Strittmatter bei dem gemeinsamen Rundgang mit Stadtrat Frank, an dem auch der Leiter der Stadtpolizei, Matthias Heinrich, und ein Vertreter der DB-Sicherheit teilnahmen, unter anderem von dem neu gegründeten Regionalrat im Viertel, dem 17. im gesamten Stadtgebiet. Deren Mitglieder wohnen oder arbeiten im Bahnhofsviertel und sind daher besonders interessiert und engagiert.

In Kooperation mit Polizei, integrativer Drogenhilfe und Präventionsrat werden regelmäßig Gewalt-Sehen-Helfen-Seminare für Bewohner und Gewerbetreibende zum Miteinander im Bahnhofsviertel durchgeführt. Ein gemeinsamer Stand im Kaisersack zu spezifischen Themen, wie etwa Taschen- und Trickdiebstahl, Sicherheit im Urlaub und Fahrradcodierungen, trägt ebenfalls erfolgreich als Kooperationsmaßnahme zu einem sichereren Gefühl der Anwohner und Geschäftstätigen bei.

Oft sind es „kleine“ Maßnahmen, die große Wirkung entfalten. Mehr Licht zum Beispiel. Daher prüfen die zuständigen Stellen gerade, wie das Beleuchtungskonzept rund um den Bahnhof verbessert werden kann. Zudem wird in diesen Tagen eine technische Überprüfung zur Verbesserung der Beleuchtung in den Abgängen durchgeführt. Auch Spiegel zur besseren Über- und Einsicht für Passanten an einem Auf-/Abgang zu den U-Bahnen sind aufgehängt worden. Die Reinigungszyklen im Hauptbahnhof konnten über das Engagement der Deutschen Bahn erhöht werden, was zur Verbesserung des Erscheinungsbildes des Bahnhofes deutlich beiträgt.

Sonderkoordinator Strittmatter erklärte zudem bei der beispielhaften Aufzählung seiner vielfältigen Tätigkeiten, dass er auch das Beschwerdemanagement über kost-bhf@stadt-frankfurt.de bearbeitet und es in der Entwicklung aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen - insbesondere auch durch den massiven Personaleinsatz der Landes- und Bundespolizei - mittlerweile nur noch eine geringe Beschwerdelage seitens besorgter Anwohner und Gewerbetreibender gibt. Das Engagement aller beteiligten Kräfte zeigt Wirkung und wird von den Betroffenen anerkannt.

„Der regelmäßige Austausch über Veränderungen und Maßnahmen sowie die Kommunikation aller Beteiligten ist das Wichtigste. Der Prozess lebt, verändert sich ständig und ist in absolut positiver Entwicklung zu noch mehr Sicherheit“, fasste Klaus-Dieter Strittmatter seine Arbeit zusammen.

„Die Sicherheit für unsere Bürger, für die täglichen Pendler und Touristen in der Stadt Frankfurt steht auf unserer Agenda ganz oben“, sagte Stadtrat Frank und hob auch die sehr gute und engagierte Arbeit der Stadtpolizei hervor. Matthias Heinrich berichtete als Leiter der Stadtpolizei von einer erhöhten Präsenz seiner Mitarbeiter im Bahnhofsviertel. Insbesondere die seit Mitte Februar regelmäßig eingesetzten „Gemischten Streifen“ mit der DB-Sicherheit sind demnach sehr erfolgreich. So seien diese Streifen täglich zwischen 8 und 21 Uhr in zwei Schichten im Einsatz und haben bislang insgesamt über 1800 Streifenstunden verrichtet. Dabei wurden rund 1150 Maßnahmen eingeleitet und bearbeitet. Dazu zählen Personenüberprüfungen, das Aufspüren von Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Alkoholkonsum, Rauchen, Urinieren und wildes Lagern. Auch Hausverbote, Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs, Strafanzeigen nach dem Aufenthaltsgesetz und Abgaben von Ermittlungsverfahren an die Landespolizei sind darunter.

„Ein großer Vorteil der gemischten Streifen ist die Konstellation. Die Ortskenntnisse und das Wissen um die Belange des Bahnhofs bei der DB-Sicherheit werden durch die Einsatzerfahrung und die Hoheitsrechte unserer Stadtpolizei wunderbar ergänzt“, erläuterte Matthias Heinrich abschließend den Erfolg dieser Sicherheitspartnerschaft.