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14.06.2017

,Quartier Machen‘

Logo der Projektreihe 'Quartier Machen' im Rahmen des Städtebauförderprogramms 'Aktive Kernbereiche', © RADAR Kreativräume für Frankfurt
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Kreativprojekt öffnet im Kernbereich Fechenheim

(kus) Unter dem Titel „Quartier Machen“ ist eine neue Projektreihe gestartet, die fortlaufend für jeweils drei Monate leerstehende Ladenflächen im Kernbereich von Fechenheim mit ausgewählten Nutzungskonzepten zwischennutzt. „Ziel ist es, einen nachhaltigen kreativen und beispielhaften Impuls für die Entwicklung des Stadtteils zu setzen“, erläutert Planungsdezernent Mike Josef.

Die jeweiligen Konzepte können aus allen Kreativdisziplinen und ihren Grenzbereichen stammen: Pop-Up-Läden, Kunstprojekte bis hin zu Forschungsprojekten. Die Umsetzung wird mit einem Budget gefördert. „Jedes Konzept soll den Bürgern als Begegnungsort dienen, um Neues zu entdecken sowie zum Mitmachen und Aktivwerden anregen“, sagt Josef. „Bei gegenseitigem Interesse von Nutzer und Eigentümer kann es darüber hinaus auch zu einem dauerhaften Mietverhältnis kommen.“

Als erstes wurde das Projekt „WORK / SHOP“ ausgewählt: Eine Ladenfläche im Haus Alt-Fechenheim 89 mit einer Kombination aus Werkstatt und Einkaufsladen. Diverse Workshops bieten in den kommenden drei Monaten die Möglichkeit, unter Anleitung eigene Entwürfe, Objekte und Waren zu gestalten. Mit „WORK / SHOP“ sind Fechenheimer wie auswärtige Besucher fortan nicht mehr länger nur Kunden, sondern auch Produzenten ihrer eigenen Kreationen.

Zum Einsatz kommen Siebdruckverfahren, Gießformen werden erstellt, um Kleinmöbel zu kreieren, und mit Buchbindearbeiten entstehen beispielsweise Kalender und Notizblöcke. Die gefertigten Produkte können mit nach Hause genommen oder im Laden verkauft werden. Interessierte können sich vor Ort anmelden. Das Projekt wird am Dienstag, 20. Juni, um 11 Uhr offiziell dem Stadtteil vorgestellt.

„Ich bin begeistert von der Idee und wie sie umgesetzt wird“, sagt Planungsdezernent Josef. „Der Stadtteil Fechenheim bekommt einen Raum für nachbarschaftliche Beteiligung und Kreativität, der Verbraucher und Produzenten zusammenbringt und damit ein gestärktes Bewusstsein für Nachhaltigkeit schafft. Die kreative Zwischennutzung von Leerstand setzt Impulse für die Quartiersentwicklung und trägt zur Belebung des Stadtteils bei. Das ist toll für Fechenheim, bietet kreativen Raum für Experimente und fördert die städtebauliche Vielfalt.“

„Quartier Machen“ ist eine Projektreihe im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Aktive Kernbereiche“, gefördert vom Bund und dem Land Hessen, umgesetzt von der Leerstandsagentur RADAR im Auftrag des Stadtplanungsamtes Frankfurt und in Kooperation mit dem Kernbereichsmanagement Fechenheim der DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungs GmbH & Co. KG.