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06.12.2016

Eines der besten Netzwerke Deutschlands

Logo Arbeitsgemeinschaft der Energieeffizienz-Netzwerke Deutschland e.V. (AGEEN), © AGEEN
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Unternehmen in Frankfurt Rhein-Main können besonders viel Energie und CO2 einsparen

(kus) Als eines von fünfzehn Energieeffizienz-Netzwerken in Deutschland wurde das Lernende Energieeffizienz-Netzwerk Frankfurt Rhein-Main, kurz LEEN, von der Arbeitsgemeinschaft Energieeffizienz-Netzwerke Deutschlands (AGEEN) mit dem Gütesiegel der AGEEN ausgezeichnet. „Die Mitglieder unseres Netzwerks gehören damit zu den Spitzen-Teams des betrieblichen Klimaschutzes und können besonders viele Energiekosten einsparen“, sagt Umweltdezernentin Rosemarie Heilig.

In den letzten zwei Jahren sind in Deutschland knapp 100 Energieeffizienz-Netzwerke entstanden. Bis Ende 2020 sollen es gemäß einer Selbstverpflichtung der deutschen Wirtschaft 500 solcher Netzwerke sein. Von diesen erwarten die Unterzeichner – die Bundesregierung und 21 Wirtschaftsverbände – einen um 75 PetaJoule verminderten Energiebedarf. Das ist ein Verbrauch von etwa 800.000. Haushalten und eine Reduktion der CO2-Emissionen um fünf Millionen Tonnen.

Die fünfzehn mit dem Gütesiegel ausgezeichneten Netzwerke – darunter Frankfurt Rhein-Main – sind aufgrund ihrer Arbeitsweise besonders geeignet, zu diesen Zielen der Selbstverpflichtung beizutragen. Neun namhafte Unternehmen aus dem Rhein-Main-Gebiet¸ darunter der Autohersteller Opel und der Industrieparkbetreiber Infraserv Höchst werden mit dem Gütesiegel ausgezeichnet.

AGEEN-Gütesiegel schafft Markttransparenz

Durch das Gütesiegel bescheinigt die AGEEN, dass das Netzwerk nach klaren Mindestanforderungen operiert. Diese lassen mit hoher Sicherheit eine gute Performance des Energieaudits, der Netzwerktreffen mit den Betriebsbesichtigungen und des jährlichen Monitorings erwarten. Die professionelle Art des Netzwerkbetriebs dürfte sehr gute Ergebnisse bei der Frage der Energiekosten-Senkung und der CO2-Minderung bewirken und dadurch netto zusätzliche Gewinne einfahren.

„Wir erwarten durch das Gütesiegel auch mehr Markttransparenz“, erläutert Paul Fay vom Energiereferat der Stadt Frankfurt und stellvertretender Vorsitzender der AGEEN. Die Wettbewerbsfähigkeit eines jeden Teilnehmers wird langfristig gestärkt. Bei Mitarbeitern und Kunden können die Teilnehmer und das Netzwerk bei den Aspekten Ressourceneffizienz und Klimaverantwortung punkten. Manche Kunden werden in Zukunft den CO2-Fussabdruck des zugelieferten Produkts verlangen, dann sind die Teilnehmer bestens gewappnet.

Andreas Brühl, Standortleiter der Arqum Frankfurt und Moderator des Netzwerks: „Das AGEEN-Gütesiegel schafft Markttransparenz. Es wird sich herumsprechen, dass die Netzwerke mit Gütesiegel in aller Regel sehr gute Ergebnisse der Energiekosten-Senkung erreichen.“

Unternehmen mit großem Einfluss auf die Klimabilanz

Das LEEN Frankfurt Rhein-Main ist im April 2015 mit neun Firmen gestartet, die zusammen mehr als 40.000 Menschen beschäftigen gestartet. Die teilnehmenden Betriebe haben sich vertraglich auf ein Energieeinsparziel von fünf Prozent und eine CO2-Einsparziel von sechs Prozent bis 2018 geeinigt.

Im Bereich Heizenergie wollen die Unternehmen knapp 38 Millionen Kilowattstunden einsparen, im Bereich Strom mehr als zwölf Millionen Kilowattstunden. Mit dieser Energie ließe sich eine Kleinstadt mit rund 8.000 Einwohnern versorgen. Das sind CO2 Einsparungen in Höhe von 16.000 Tonnen. Das entspricht dem CO2-Absorptionsvermögen von einem Drittel der Bäume des Frankfurter Stadtwaldes.

Wie LEEN funktioniert, eine Übersicht über die aktuellen Teilnehmer und die Ziele sowie die Ansprechpartner findet sich im beigefügten PDF-Dokument.