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24.04.2015

Industrie will freiwillig CO2 einsparen

Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (M) mit Unternehmensvertretern im Rahmen des Projekts 'LEEN 100' zur Senkung des CO2-Ausstoßes in der Region, April 2015, © Foto: Salome Roessler
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In Frankfurt startet das erste Netzwerk der Initiative „LEEN 100“

(pia) Der Autohersteller Opel, der Industrieparkbetreiber Infraserv und sieben weitere namhafte Unternehmen aus der Region schließen mit der Stadt Frankfurt einen Klimaschutzpakt. Sie verpflichten sich, in einem „Lernenden Energie Effizienz Netzwerk“ (LEEN) in den nächsten vier Jahren ihren CO2-Ausstoß zu senken. Umweltdezernentin Rosemarie Heilig hat am 24. April mit einem Empfang im Kaisersaal das erste der Netzwerke im Rahmen des Projekts „LEEN 100“ gestartet. Dessen Ziel ist es, 100 dieser Netzwerke in der Bundesrepublik zu erreichen. „Ich hoffe, dass sich unser Beispiel positiv auf die Netzwerke auswirkt, die in anderen Regionen noch Teilnehmer suchen.“

Im LEEN-Netzwerk Frankfurt Rhein Main wollen bisher neun Firmen mitarbeiten: Neben Opel und Infraserv sind dies Abbott, Arzneimittelhersteller aus Mainz, WeylChem, Grundprodukte für die Agrarchemie aus Frankfurt-Griesheim, Sirona, Dental-Produkte aus Bensheim, LSG Skychefs, Caterer und Dienstleister für die Lufthansa, Frankfurt Flughafen, Dow Corning, weltweit größter Silikonhersteller aus Wiesbaden, Dilas, Laserhersteller aus Mainz, sowie Hassia, Mineralwasserhersteller aus Bad Vilbel. Weitere Firmen können sich noch anschließen.

Logo Lernende Energie-Effizienz-Netzwerke (LEEN), © Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI
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Das Netzwerk wird vom Bundesministerium für Umwelt im Rahmen der Initiative „LEEN 100“ gefördert und vom Fraunhofer Institut wissenschaftlich begleitet. Ziel ist es, die Energie in den Unternehmen noch effizienter einzusetzen und dadurch außer CO2 auch Geld einzusparen.

Die Stadt Frankfurt möchte bis 2050 den Gesamtenergieverbrauch halbieren und den restlichen Bedarf komplett mit erneuerbaren Energien decken. Umweltdezernentin Heilig räumte ein, dass die Einsparpotenziale in der Industrie nicht mehr so groß sind wie etwa in privaten Haushalten oder Bürogebäuden. „Industrielle Produktionsprozesse sind oft schon sehr ausgereift und Effizienzsteigerungen oft wiederum mit Produktionssteigerungen verbunden.“ Dennoch sei die Industrie ein wichtiger Partner für den Frankfurter Masterplan 100 Prozent Klimaschutz. „Frankfurt zählt auf Sie“, sagte sie an die Adresse der Unternehmensvertreter im Kaisersaal. „Die Einsparziele, die Sie sich setzen, sind mehr wert als jede Selbstverpflichtungserklärung von irgendwelchen Verbänden in der Vergangenheit.“