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01.04.2015

Plätze, Protagonisten, Perspektiven

Die vierte Folge "FRANKFURTinsights" gibt wieder einzigartige Einblicke

(pia) Frankfurt aus Sicht der Anderen neu entdecken: Diesmal gibt es vielseitige Einblicke in den Alltag von Oberbürgermeister Peter Feldmann und die Arbeit der Höhenrettung der Frankfurter Feuerwehr. Der Film zeigt den Aufbau der aktuellen Ausstellung im Liebieghaus „Die große Illusion. Veristische Skulpturen und ihre Techniken" und blickt in das goldglänzenden Innere der Abu Bakr Moschee, wo sich jeden Freitag rund 1.000 Muslime zum Gebet versammeln.

Oberbürgermeister Peter Feldmann

Peter Feldmann lebt seit seinem zweiten Lebensjahr in Frankfurt, an der Ernst-Reuter-Schule machte er Abitur. Seine berufliche Ausbildung schloss er als Diplom-Politologe und Sozialbetriebswirt ab. Seit 1. Juli 2012 ist er Oberbürgermeister seiner Heimatstadt. Schwerpunkt seiner Arbeit neben vielen Repräsentationsterminen und seiner Aufgabe als Aufsichtsratsvorsitzender, unter anderem der städtischen Wohnungsholding ABG, der Messe GmbH und des Rhein-Main-Verkehrsverbundes, sind der Kampf für preiswerten Wohnraum, für bessere Bildung und Kinderbetreuung. Den Bürgern begegnet er auf Augenhöhe bei seinen Haus- und Stadtteilbesuchen.

 Frankfurter Höhenrettung in FRANKFURTinsights © Stadt Frankfurt am Main
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Höhenrettung der Frankfurter Feuerwehr

Schwindelfrei müssen sie sein, Angst vor Höhe dürfen sie nicht haben: Die Mitarbeiter der Höhenrettungstruppe der Frankfurter Feuerwehr. Gefragt sind sie immer dann, wenn Drehleiter und Rettungskorb nicht mehr ausreichen – in einer Stadt wie Frankfurt mit ihren Hochhäusern kommt das nicht selten vor. Rund 90 Mal rücken die Höhenretter pro Jahr aus. Mit 40 Mitarbeitern ist die Frankfurter Truppe die größte in Hessen, jeweils fünf von ihnen halten sich rund um die Uhr bereit, um im Notfall zur Stelle zu sein. Seit 1993 gibt es die Sondereinheit in Frankfurt, die bundesweit eine der wenigen Berufsfeuerwehren ist, die regelmäßig Höhenretter in großer Zahl ausbildet. Generell kann jeder Feuerwehrmann die Zusatzqualifikation absolvieren – vorausgesetzt, er ist schwindelfrei.

Abu Bakr Moschee der Islamischen Gemeinde

Freitagnachmittag, Belmokadem Mohamed, Imam der Abu Bakr Moschee der Islamischen Gemeinde in Hausen, ruft zum Gebet. Rund tausend Männer und Frauen strömen hinein in das prächtige Gebetshaus, versammeln sich zum islamischen Freitagsgebet. Unter dem Kuppeldach der Moschee, mit goldglänzenden Mosaiken verziert, hören die Gläubigen, was der Imam, der Vorbeter, zu ihnen spricht. Bereits Anfang der 1960er Jahre wurde die Frankfurter Abu Bakr Gemeinde gegründet, benannt nach dem ersten Kalifen in der Nachfolge des Propheten Mohammed. Die Islammische Gemeinde wuchs mit den Jahren, schon bald waren die alten Gebetsräume zu klein, immer wieder mussten neue Räumlichkeiten gesucht werden. In Hausen errichtete Abu Bakr Ende der 1990er Jahre ihre Moschee in traditioneller islamischer Bauweise – mit Minarett, Kuppel und bunten Glasscheiben, durch die das Licht in den Raum fällt. Hier treffen sich Frankfurter Muslime zum Gebet – die Männer im Gebetsraum unter der Kuppel, die Frauen im zweiten Stock auf der Empore.

Restaurator Harald Theiss in FRANKFURTinsights © Stadt Frankfurt am Main
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Liebighaus

„Die große Illusion. Veristische Skulpturen und ihre Techniken" heißt die Ausstellung, die das Liebieghaus vom 1. Oktober 2014 bis 1. März 2015 zeigt. Gut zwei Jahre hat es gedauert, die Präsentation, die 52 möglichst realistische Skulpturen aus vier Jahrtausenden zeigt, vorzubereiten. Ohne Harald Theiss, Leiter der Restaurierungswerkstatt des Liebieghauses, und seine Kollegen wäre diese Ausstellung nicht zu ermöglichen. Neben der langjährige Recherche und den wissenschaftlichen Forschungen arbeiten gerade in den letzten Wochen vor Eröffnung viele Abteilungen auf Hochtouren an der Umsetzung: Das Team prüft die Kunstwerke, die von anderen Museen geliehen wurden – sind sie unversehrt angekommen? – und steht in engem Kontakt mit Kunstkurieren aus aller Welt. Für die „große Illusion“ hat sich Restaurator Harald Theiss zudem vorab einer ganz besonderen Rekonstruktion gewidmet: Mit Materialanalysen und praktischen Versuchen wurde eigens für die Sonderausstellung die ursprüngliche Farbfassung einer Büste der heiligen Barbara, einer Lindenholzskulptur, die um 1490 in der Ulmer Werkstatt Michel Erharts entstand, genauestens rekonstruiert.