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01.08.2014

Plätze, Protagonisten, Perspektiven

Taucher der Wasserrettungseinheit der Feuerwehr im Main, Szenenfoto aus Folge 3 der Filmserie 'FRANKFURTinsights – die 1000 Wunder Frankfurts', © Stadt Frankfurt am Main
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Die dritte Folge "FRANKFURTinsights" gibt wieder einzigartige Einblicke

(pia) Frankfurt aus Sicht der Anderen neu entdecken: Diesmal gibt es vielseitige Einblicke in den Alltag der Wasserrettung der Frankfurter Feuerwehr und der Fraport Vorfeldaufsicht. Außerdem lernen der Zuschauer die Betreiber des „Gude“ Wasserhäuschens kennen und sehen die letzten Bilder des AfE-Turms von innen, bevor dieser in Schutt und Asche zusammenfällt. Die Menschen, die uns in der neuen Folge ihre Insiderperspektive zeigen stellen sich vor:

Wasserrettung der Frankfurter Feuerwehr

Die rund 47 Feuerwehrtaucher der Wasserrettungseinheit der Frankfurter Feuerwehr sind jederzeit einsatzbereit. Die Taucher nehmen ihre Aufgaben in einer Springerfunktion wahr. Das bedeutet: Sie werden als Feuerwehrmänner auf der Feuer- und Rettungswache eingesetzt, erst bei einem Einsatz für den Wasserrettungsdienst werden die beiden Fahrzeuge der Taucher besetzt. 1928 wurde die Sondereinheit der Frankfurter Feuerwehr ins Leben gerufen. Passieren Unfälle auf dem Main und in anderen Gewässern der Stadt, sind sie zur Stelle. Die Rettungsschwimmer helfen Menschen in Not, suchen nach vermissten Personen oder bergen beschädigte Schiffe. Ein Rettungsschnellboot und ein Feuerlöschboot stehen jeder Zeit bereit. Ihr Zuhause hat die Wasserrettung im Osthafen und am Niederräder Ufer. Alle Tauchgeräte und Schwimmwesten werden auf der Hafenwache in eigenen Werkstätten selbst desinfiziert, befüllt (Atemluftflaschen der Tauchgeräte), gewartet und geprüft.

'Gude' Wasserhäuschen an der Friedberger Landstraße, Szenenfoto aus Folge 3 der Filmserie 'FRANKFURTinsights – die 1000 Wunder Frankfurts', © Stadt Frankfurt am Main
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„Gudes“ Wasserhäuschen an der Friedberger Landstraße

Die Gastronomen Florian Abel und Felix Wegener haben es sich zur Aufgabe gemacht, im Frankfurter Nordend ein Open Air Wohnzimmer zu schaffen. Sie betreiben eines der traditionsreichen Frankfurter Wasserhäuschen. Im November 2013 haben sie das Kiosk an der Friedberger Landstraße übernommen und neu interpretiert. Entstanden ist das herzliche, urbane „Gudes“ Wasserhäuschen. Von 7 bis 22 Uhr sind sie für ihre Gäste da. Die Betreiber wollten einen Ort der Begegnung und Entspannung für ein vielseitiges Publikum schaffen. Frankfurts Wasserhäuschen entstanden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, damals war das Trinken von nicht abgekochtem Leitungswasser hygienisch bedenklich. Man konnte erstmals Mineralwasser in Flaschen abfüllen. Die Wasserhäuschen sollten durch den Verkauf dieser Flaschen dazu beitragen, dass die Arbeiter statt Bier und Schnaps verstärkt Wasser tranken.

AfE-Turm Sprengung

Sie wurde von Tausenden von Zuschauern gebannt beobachtet: die Sprengung des AfE-Turms. Innerhalb von zehn Sekunden fiel ein Stück Frankfurter Geschichte in sich zusammen. „FRANKFURTinsights“ zeigt die letzten Bilder aus dem Innern des Frankfurter Uni-Turms. Noch nie zuvor wurde in Europa ein höheres Gebäude mitten in der Stadt zu Fall gebracht. Der 116 Meter hohe Turm wurde mit 1.400 Bohrlöchern versehen, fast eine Tonne Sprengstoff verwendeten Sprengmeister Eduard Reisch und seine Mitarbeiter. Zunächst sackte das äußere Betonskelett zusammen, wenige Sekunden danach fiel der Rest des Turms. Zurück blieben gigantische Rauchwolken und rund 50.000 Tonnen Bauschutt. Eigens errichtete Erdwälle, mitgesprengte Wasserkanister sowie eine Wasserwand der Feuerwehr federten die Folgen der Sprengung im dicht bebauten Gebiet ab. Bei der Bilderbuchsprengung wurden lediglich drei Fensterscheiben eines nahegelegenen Hotels beschädigt. In dem 1972 errichteten Turm der Abteilung für Erziehungswissenschaft haben Generationen von Frankfurter Geisteswissenschaftlern studiert. Das Institut ist im vergangenen Jahr ins Westend umgezogen. Auf dem früheren Uni-Gelände rund um den AfE-Turm soll nun der Kulturcampus entstehen.

Passagiermaschine der Lufthansa auf dem Rollfeld des Frankfurter Flughafens, Szenenfoto aus Folge 3 der Filmserie 'FRANKFURTinsights – die 1000 Wunder Frankfurts', © Stadt Frankfurt am Main
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Vorfeldaufsicht am Frankfurter Flughafen

Wer sorgt eigentlich dafür, dass am Frankfurter Flughafen alle Flugzeuge am richtigen Platz stehen und die Millionen Fluggäste sicher ankommen? Das ist eine der vielen Aufgaben der Vorfeldaufsicht. Zwischen Dreamlinern, A380s und Jumbos lotsen die Mitarbeiter nicht nur ankommende Flieger aus aller Welt auf die richtigen Positionen, sondern sind auch für Flugzeugschlepp-und Flugzeugrollvorgänge zuständig. Sie haben dieselbe Stellung am Flughafen wie die Polizei im Straßenverkehr, sind also für die Einhaltung der Verkehrsregeln auf den Vorfeldern verantwortlich. Auch bei besonderen Vorkommnissen wie Flugunfällen sind sie im Einsatz.