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28.07.2014

Crossover der Kulturen durch Musik

Die türkische Band BaBa ZuLa, © BaBa ZuLa
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Veranstaltung 'Crossing the Bridge – Interkulturalität und Heimat' in Höchst - BaBa ZuLa resistanbul tour

(pia) Verschiedene Kulturen, Diskussion und orientalische Klänge: Die Veranstaltung „Crossing the Bridge – Interkulturalität und Heimat“, zu der das Presse- und Informationsamt der Stadt Frankfurt am Montag, 8. September, ab 19 Uhr in Garten des Bolongaropalastes in Höchst einlädt, will Brücken schlagen zwischen Kulturen, Lebens- und Musikstilen, sie verbindet Diskussion, Gespräche und Musik.

Eine Gesprächsrunde thematisiert das Zusammenleben in Frankfurt. Diskutiert wird mit Oberbürgermeister Peter Feldmann, dem Leiter der Medienwerkstatt Frankfurt Werner Rosmaity, Diplom-Informatikerin Zeliha Dikmen, sowie Gwen Becker, Jugendliche aus Höchst. Die Teilnehmer haben einen unterschiedlichen Zugang zum Thema und sprechen unter anderem darüber, was Frankfurt zur Heimat macht.

Die musikalische Brücke schlägt die türkische Band BaBa ZuLa, die bei ihrem Konzert im Bolongarogarten Psychedelic-Rock (Folk) mit (Oriental) Dub mischt. Die Gruppe repräsentiert den weltoffenen Geist von Istanbul und wird als Vorzeigeband der modernen türkischen Musik gefeiert. Mit den Vorstellungen der traditionellen türkischen Musik muss der Hörer schnell brechen und sich überraschen lassen. Ihr aktuelles Album heißt „Gecekondu“ (über Nacht hingestellt). BaBa ZuLa benutzen für ihren Sound orientalische Instrumente wie elektrischer Saz, Holzlöffel und Percussions. Uralte schamanische Traditionen beeinflussen den Stil der Band. Gemischt wird alles mit modernen elektronischen Elementen wie Dub-Effekten. Die Gruppe wurde 1996 gegründet. Bekannt geworden ist sie vor allem durch Fatih Akins preisgekrönten Dokumentarfilm „Crossing the Bridge – The Sound of Istanbul“ (2005), zu dem sie den Soundtrack lieferten. Der Film führt die Vielschichtigkeit der Musikszene Istanbuls vor Augen.

Der Stadtteil Höchst verkörpert das multikulturelle Zusammenleben wie kaum ein anderer in Frankfurt. Rund 39 Prozent der Einwohner haben keinen deutschen Pass. Viele der Frankfurter leben in der zweiten und in der dritten Generation hier. In Umfragen zeigt sich, dass die Höchster im Vergleich zu anderen Stadtteilen generell eine größere Akzeptanz für verschiedene Kulturen zeigen. In Frankfurt leben rund 40.000 Menschen mit türkischen Wurzeln. Mit „Crossing the Bridge – Interkulturalität und Heimat“ soll in Höchst eine ungewöhnliche Veranstaltung angeboten werden. Die Karten kosten 15 beziehungsweise 10 Euro. Sie können über die Verkaufsstellen von ADticket in Frankfurt und Umgebung gekauft werden. Im Stadtteil Höchst sind im Filmtheater Valentin (täglich von 19.30 bis 21.30 Uhr) und im Lindner Congress Hotel ebenfalls Karten erhältlich. Einen kleinen Vorgeschmack auf die türkische Band BaBa ZuLa gibt es unter http://bit.ly/1nN8qc8 .

Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt, die Zuschauertribüne und die Bühne sind überdacht.