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Artenvielfalt

Artenvielfalt lässt sich nicht nur im Urwald finden. Viele Tier- und Pflanzenarten leben auch in Großstädten wie Frankfurt am Main. Auf großen Brach- und Grünflächen bis hin zu schmalen Pflasterfugen, überall lassen sich zahlreiche Pflanzen- und Tierarten entdecken.

Warum ist Artenvielfalt wichtig?
Die Artenvielfalt ist wichtig für das ökologische Gleichgewicht auf der Erde. Wenn nur einige wenige Arten wegfallen, ist dies noch nicht gefährlich. Werden es aber mehr, droht das gesamte System zu kippen. Der Schutz der Artenvielfalt hat aber nicht nur einen ökologischen Sinn. Auch ökonomisch ist es wichtig, die Artenvielfalt zu erhalten. Sie hilft:

  • neue Wirkstoffe für die Medikamentenherstellung zu entdecken (z.B. Schlangengifte).
  • Von der Natur zu lernen (z.B. die Anti-Haft-Eigenschaften der Lotus-Blumen-Blätter).
  • Lösungen für das Ernährungsproblem der Weltbevölkerung zu finden.
  • biotechnische Eigenschaften, die für den Menschen nützlich sein könnten, zu entdecken und zu erforschen. Und vieles mehr.

In Frankfurt am Main ist zum Beispiel im Stadtwald und am Berger Hang eine reiche Artenvielfalt zu finden. Darunter sind auch viele seltene und gefährdete Arten, wie der Hirschkäfer oder die Bechsteinfledermaus.

Warum sterben immer mehr Tiere und Pflanzen aus?
Tiere und Pflanzen haben sich seit Jahrmillionen an ihre jeweiligen Lebensräume angepasst. Unter anderen Bedingungen als die, die in ihrem Lebensraum herrschen, können sie nur schwer oder gar nicht überleben. Wird dieser zerstört oder verändert, kann das verheerende Folgen für die gesamte Art haben. Ursachen dafür sind:

  • der Klimawandel,
  • die Zerschneidung von Landschaften z.B. durch: Straßen (keine Vermischung der Gene mehr möglich),
  • die Überdüngung von Wiesen und Gewässern (An nährstoffarme Wiesen und Gewässer angepasste Arten werden auf immer kleinere und immer weiniger Standorte zurückgedrängt),
  • die Verdrängung durch eingewanderte Arten (Neobiota) z.B.: indisches Springkraut
  • und eine Kettenreaktion: Ist eine Art ausgestorben, könnte auch gleich die nächste aussterben, weil sie von ihr z.B. als Nahrungsquelle abhängig war. So entsteht eine Kettenreaktion, die vielleicht nicht mehr rückgängig zu machen und aufzuhalten ist.


Was wird für den Artenschutz und die Artenvielfalt unternommen?

  • International: u.a. Biodiversitätskonvention
    Auf der Biodiversitätskonferenz 1992 in Rio de Janeiro wurde beschlossen, dass nicht nur einzelne, seltene Arten geschützt werden sollen, sondern die ganze biologische Vielfalt an sich erhalten bleiben soll. Die Artenvielfalt stellt nur einen Teil davon dar. Auch die genetische Vielfalt und die Vielfalt von Ökosystemen auf der Erde zählt zur Biodiversität.

  • in der EU: Fauna-Flora-Habitat- und Vogelschutzrichtlinie

  • in Deutschland: u.a. die Roten Listen, gesetzlicher Schutz seltener und bedrohter Arten
    Die Roten Listen sind ein Messinstrument zur Beurteilung der Artenvielfalt. Sie geben nicht nur die Gefährdungsstufe einer Art an, sondern auch einen Aufwärts- bzw. Abwärtstrend.

  • in Frankfurt am Main: unter anderem Fledermauserhebungen und Feldhamsterkartierung
    Zwischen 2005 und 2006 finden in Frankfurt am Main Fledermauserhebungen statt. Durch die besseren Kenntnisse über das Vorkommen der Fledermäuse können wirksamere Schutzmaßnahmen eingeleitet werden.

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