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MRSA - Was sind MRSA?

Staphylokokken sind als Keime auf Haut und Schleimhäuten bei Mensch und Tier weit verbreitet. Sie bilden mit anderen Bakterienarten die natürliche Besiedlung u.a. des Nasen-Rachenraumes und verursachen hier in der Regel keine gesundheitlichen Probleme. Wenn diese Hautkeime jedoch die Haut- oder Schleimhaut-Barriere durchbrechen, d.h. in Wunden gelangen – z.B. nach Operationen, invasiven medizinischen Maßnahmen oder bei „offenen Beinen“, können sie Entzündungen und Eiterungen hervorrufen.

Normalerweise können diese Infektionen gut mit Antibiotika (Penicillin-Abkömmlingen) behandelt werden. 1961 wurde erstmals eine Resistenz gegen das Antibiotika Methicillin festgestellt. Der resistente Keim wurde Methicillin-resistenter Staphylokokkus aureus genannt, oder auch multiresistenter Staphylokokkus aureus (MRSA). Inzwischen sind MRSA weltweit beschrieben. Sie besitzen eine große Bedeutung als Erreger von Krankenhausinfektionen.

Weitere häufig auftretende Keime, die Resitenzen gebildet haben, sind VRE (Vancomycinresistente Enterokokken) und ESBL (extented- spectrum-beta-lactamase bildende Enterobakterien). Zur Bekäpfung der resistenten Keime hat sich in der Rhein-Main Region ein MRE Netzwerk gegründet, an dem verschiedene Gesundheitsämter der Region beteiligt sind.

Informationen speziell für Krankenhäuser und Altenheime finden Sie rechts unter der Rubrik "weitere Infos".

Weitere Informationen zum Thema "MRSA" erhalten Sie auch beim Robert Koch-Institut und dem MRE Netzwerk Rhein-Main.